12.10.2015

Was für ein Sonntag: Kein Tatort dafür Sternenhimmel und Lagerfeuer.


Sonntag in Schweden. Geschäfte haben auf. Leute haben die Ruhe weg. Viele sind in der Natur unterwegs. 
Alles sehr schön. 

Volker und ich besprechen uns was wir am besten machen und wie wir das angehen. Also die Ladesituation für Mac Book müssen wir mal irgendwie in den Griff bekommen. 
Ja, und wir sollten mehr kleine Wege fahren. Schotterpisten bringen viel mehr Spaß und mal bekommt ganz anders was vom Land zu sehen als wenn man auf der Europa Strasse durch brettert. 

Ok. Dann fahren wir erstmal südlich. Zum Elektronik Grossmarkt schaffen wir es heute nicht umbedingt. 
Aber es gibt ein paar schöne Stellplätze auf dem Weg dahin. 
Volker geht noch ne Runde mit dem Hund. 
Ich stelle das MacBook in die Sonne. Vielleicht ist es auch zu kalt? Es könnte sich auch Feuchtigkeit im Gerät gesammelt haben. 
Wenn ich das Ladekabel anschliesse leuchtet hin und wieder die Diode. Zwar grün. Das heisst Netzspannung liegt an. Aber Akku ist voll. Und der Akku wird nicht geladen. Der Akku ist aber nicht voll. 
Ich mache mit Bremsenreiniger mal die Kontakte sauber. Wird auch nicht besser. Den Stecker noch ein paar mal an und ab. Jetzt leuchtet die Diode Rot. Ah ha. 
Dann mal abwarten. Batterie wird geladen. 
Nach 15 Min versuche ich mal den Rechner zu starten. Das Laufwerk mach Geräusche. Die Startmelodie kommt auch. Aber schwarzen Bildschirm. (Nein, ich rufe jetzt nicht bei MM an)

Also noch mehr Wärme und länger laden lassen. 

Nach einer halben Stunde ist dann auf dem Bildschirm auch was zu erkennen. Super. Der Läuft. Dann können wir ja los. 
Das Mac Book kommt vor die Heizung und das Ladekabel bleibt dran. 
Sobald ich losfahre geht die Diode aus. Und bleibt auch auch aus. Ich probiere ab und an zu stecken. Hilft nicht. 
Naja. Neues Ladekabel an der Tanke kaufen (Danke Spikelee für die Idee) und trocknen lassen. (Danke, Andre) 

Gut dann mal los. Wir fahre die E 4 und wollen bei der nächsten Gelegenheit tanken. Oh, hier sind auch viele Einkaufsmöglichkeiten dabei. Aber kein Fachgeschäft für Ladekabel. 
An der Tanke sind nur Automaten mit Kartenzahlung. Da kommen wir beide nicht mit zurecht. Lass uns weiter fahren. 

Im nächsten Ort ist dann eine richtige Tankstelle. Dauert zwar auch einen Moment bis Diesel aus der Säule kommt aber dann geht es. 
Ladekabel haben die viele aber nicht die passenden für mich. 

Gegenüber ist ein Burger Laden. Ich schlage vor mein einen zu probieren. Besonders gut ist der nicht. Aber die Pommes haben die wirklich gut hinbekommen. 
Und ich wasche mir seit langer Zeit mal wieder die Hände mit warmen Wasser. :-) 

Also weiter. Wieder E 4. Wir machen erstmal ein wenig Strecke und fahren einen Platz an. 
Der war eine Niete. Durchfahrt verboten. 
Ok, nicht schlimm. Weiter. 

Kurz vor dem nächsten Ziel steuert Volker einen kleinen Supermarkt in einen Dorf in der Nähe von Härnösand an. Vielleicht gehörte das auch schon zu Härnösand. 
Bei reingehen kommen wir an einem Automaten vorbei. Ach ja Pfand abgeben. Wir drehen uns beide gleichzeitig um. 
Als wir dann mit dem Pfanddosen und Flaschen vor dem Automaten stehen, ruft mir die Verkäuferin zu. Und zeigt nach draussen. Ach, das ist gar kein Pfand Automat. 
Ah ha. Der Pfand Automat ist draussen. 

Aber wofür ist das Ding? Volker weiss es auch nicht. 

Wir kaufen Fisch und andere Lebensmittel. Dann geht es an die Kasse. 
Die Frau vor uns kauft Zigaretten und bekommt dafür einen Bon bzw. eine Karte. Die hält sie dann vor den Automaten und es kommen Zigaretten raus. Ah, Ok. Da wo sonst immer Zigaretten an der Kasse liegen da liegen hier auch Süssigkeiten. 

Draussen auf dem Parkplatz geht ein Pärchen um unsere Auto. Ey, nicht dran lecken! 
Wir kommen ins Gespräch. Wo wir denn schon waren und wo wir hinwollen. Die Frau scheint ein wenig nervös zu sein und redet total schnell. Der Mann ist auch aufgeregt. Ich bringe meine Sachen zum Auto und werden gleich nochmal von einem anderen Pärchen auf Deutsch angesprochen. 

Die fahren dann aber gleich weiter. 

Ich habe mit anderen sehr lange kein deutsch mehr gesprochen und das ist auch voll ok. Und dann jetzt alle auf mal. 
Wir holen dann die Karte raus und lassen uns Stellplätze zeigen. Die Frau redet immer noch schnell. 
Sie schlägt uns eine Insel vor auf die mit einer Fähre müssen. Da seinen alte Militär Anlagen und da wären wir alleine. 
Hört sich ganz gut an. 
Mir gefällt aber der Gedanke nicht von einer Fähre abhängig zu sein. 

Wir entscheiden uns nach dem sichten der Satelliten Fotos dagegen. Den Stellplatz den wir uns ausgekuckt haben ist 30 Km weiter. 
So ganz finden wir unseren Platz nicht. Dafür aber einen anderen. Der ist so schön das sogar schon ein Feuer brennt. 

Moment mal? 

Eine Familie hat den Platz auch gefunden. Hat sich ein Feuer gemacht und grüßt freundlich. Ich fahre wieder zurück. Bespreche die Situation mit Volker. 
Der hat in der zwischen Zeit mit 5 jungen Leuten gesprochen. Die waren Pilze sammeln. 
Ja, klar könnt ihr euch hier hinstellen. Vorne am Wasser sind doch schöne Plätze. 

Volker geht mit Tore mal schauen. Ich bleibe beim Auto und befestige das Funkgerät ,dass mir vor einer Stunde runtergefallen ist. 
Dann sammle ich noch ein wenig Feuerholz. Volker kommt nicht wieder. 
Telefon Empfang habe ich auch nicht. 
Ok, mal weiter warten. 
Was ist jetzt mit dem Mac Book. Lädt nicht. Warum nicht? Weiss nicht. Tolles Selbstgespräch. 
Was ist mit dem Stecker? 5 Kontakte. Noch mal sauber machen. Und dann ein wenig Kontaktspray. 
Funktioniert auch nicht. 
War der kleine Kontaktpin in der Mitte nicht mal genau so weit raus wie die anderen? Weiss nicht. Könnte ja mal bei Volker schauen. 

Wo bleibt der überhaupt? 

Naja, kaputt ist es ja dann geht auch nicht mehr kaputt. Ich nehme mein Messer und versuche das Kunststoff um dem Mittel Kontakt freizuschneiden. Klappt so mehr oder minder. 

Noch mal anstecken. Ah ha. Lädt. Erst kurz grüne Diode dann rote. So wie es sein soll. 

Grossartig. Mitten in der Wildnis repariere ich das Ladekabel mit einem Messer.  

Dann kommt mir die Familie aus dem Wald entgegen. 

Dein Freund wartet am Feuer du kannst runterfahren. Ah ok. Tack. Man wünscht sich alles gut und ich fahre runter. 

Sehr schöner Platz. 

Ich habe das erstemal das Gefühl das ich hier einen Tag länger bleiben möchte.

Feuer brennt ja schon. Ich mache den Fisch. Diesmal Dorsch. 1 Kg. 

Besonders kalt ist es nicht aber irgendwie wird es feucht. Der Stand ist sehr steinig und Tore läuft da nicht gerne. 

Mal sehen was morgen kommt. 












Fotos: Volker 

Text und Fotos: Dennis 



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