26.05.2016

Ruhetag im Camp. Endlich mal was kochen.


Mittwoch auf der Abenteuer & Allrad. Ruhetag. Küchentag. Essen. 



Ich habe gut geschlafen. Auch lange genug. Erst gegen Mittag habe ich Hunger bekommen. Gestern gab es ja auch genug zu essen. 

Für Datteln im Speckmantel ist es ja immer die richtige Zeit. Also sind wir damit mal angefangen. 

Da mein erstes Brot gestern so gut geklappt hat, möchte ich heute nachmittag gleich mal einen Kuchen ausprobieren. Im Internet sind viele Rezepte. Na toll, auch nicht richtig schlauer geworden. Volker ist gegen Früchte. Ok. Irgendwie haben wir auch kaum welche. 
Na gut dann mal einkaufen. 
Die Jungs kommen mit. 250 meter gegangen. Oh, schau mal der Aufbau vom Unimog. Volker ist für 1 1/2 Stunden im Gespräch verwickelt. 
Ich plaudere mit der Frau. Hast du schon mal Kuchen gebacken? Ja, klar. (Sie schaut mich verwundert an)
Ok. Wie machst du den Teig und wie sollte der werden? Ich höre zum ersten mal Rührteig. Ah ha. Die Hände bleiben also sauber? 

Gut dann erstmal zum Supermarkt. Dinkel und Weizenmehl ist im Sortiment. Frische Hefe und Backpulver gibt es auch. Morgen ist Feiertag. Also mal richtig groß einkaufen. 

Es soll Schokoladen Mandel Kuchen werden. 
Eine Tafel Bockschokolade rasple ich klein und eine Tüte Mandel Stücke dazu. Backpulver auch ein Beutel. 500 g Mehl. Hmm, wie messe ich die denn jetzt ab? (Das ich einen passenden Messbecher mit habe fällt mir erst jetzt beim schreiben ein)
Ach was. Gar nix wird gemessen. Das hat der gute Hausmann ja wohl im Gefühl. Den Rest Mehl aus der Vorratsdose in die Rührschüssel. Und noch was von dem neuen Mehl dazu. Trocken durchgerührt. Joar, sieht gut aus. 
Butter!. Irgendwie war Butter im Gespräch. Habe ich auch. Wie viel nochmal? Ach ja. Nach Gefühl. 

Gut dann heisses Wasser drauf. Der große Teekessel steht ja eh auf dem Feuer. 
Ok. Das jetzt mal einfach. Der Teig wird von der Schokolade ganz braun. 
Dann mal alles in den Dutch Oven. Der wir 3/4 voll. Sieht aus wie Schokopudding. Wo ist Volker bloss schon wieder? Ich kann so nicht arbeiten! Brauche ordentliches Feuer und jemanden der das merkt ohne das ich das zu sagen brauche. 

Irgendwann ist dann genug Glut für Ober und Unterhitze. Stoppuhr gestellt und los. 

Dann mal eben die Rührschlüssel im Bach ausgewaschen. (Als ich Bach gesagt habe und die Jungs zum Stellplatz abkassieren da waren, da war vielleicht was los. Das wäre doch die Saale und kein Bach! Ich meinte dann nur das es schon wie ein Bach aussieht. Da wo ich her komme dann steht man am Wasser und sieht als nächstes England. Dann ist alles andere schon eher klein. Die Stimmung drohte bedenklich zu kippen)  

Volker kommt wieder. Hier Jungs, ich habe da hinten einen Unimog gesehen. Den müsst ihr euch ansehen. Der hat das und das angebaut. Ja, ist ja schon gut. 

Es soll wieder Brot geben. Diesmal mit frischer Hefe und Dinkel Mehl. Hmm, wieder das 500 Gramm Problem. Das wird wohl wieder nach Gefühl gemacht. Volker dann so: Möchtest du eine elektronische Waage? :-) 
Geht doch. Salz, Mehl und das Stück frische Hefe. Lau warmes Wasser und schön kneten. Diesmal klappt es auch mit der Wasser menge. Was der Hausmann doch so im Gefühl hat. 
Dann das ganze zum gehen ans Feuer gestellt. 
Man wird der Groß. Ja, das habe ich schonmal gehört. 
Also nochmal kneten und dann in den Dutch Oven und 18 min bei 180 Grad Umluft und Ober und Unterhitze in die Glut gestellt. 

Das Brot ist noch besser geworden als beim ersten mal und riecht so schön nach frischer Hefe. 

Was essen wir denn heute? Thai Red Curry Chicken oder muss das Hüft Fleisch noch weg? Volker seine Antwort erkenne ich am Blick. Die Newcomer können sich nicht entscheiden und bilden einen Stuhlkreis. 
Ok, es gibt beides. Curry zuerst. 

Als ich in Thailand war habe ich da auch kochen gelernt. Also das wichtigste. Das Essen muss schön bunt sein und scharf. 
Gut was haben wir denn so? Die Newcomer haben beide Chicken dabei. Ich habe Paprika, Zwiebel, Knoblauch, Kartoffeln und Red Curry.
Kokosmilch haben wir im Super Markt geholt. Champignons auch. 
Gut, der Rest ist einfach. Alles in gleich große, Mund gerechte Stücke schneiden. Alle Zutaten in den Dutch Oven, aufs Feuer und wieder runterholen wenn es fertig ist. Volker abschmecken lassen. Mehr Salz! Und das servieren. 

Möchte einer frisches Brot dazu? Freude macht sich im ganzen Camp breit.  Oh, das war lecker. 

Wollen wir nochmal über den Platz gehen? Jo. Es gibt viele "Brauchst des" Momente. Es dauert nicht lange und wir verliehren Volker. Oh, schau mal ein Unimog. 

4 Stunden später denken wir so: Naja, der wird ja sicher gleich zum Camp kommen und uns die Hüfte aus dem Kühlschrank geben. 

Ja, denkste. 

Also fast hungrig zu Bett. Es gibt am Feuer noch was vom dem Brot und einen Fahrapfel. 

Alles ist gut. 

Morgen mehr. 






Fotos: Volker 
Text und Fotos: Dennis 

Kommentare:

  1. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  2. Hallo Dennis, schön mal was neues von Dir zu lesen. Viel Spaß noch Euch allen! Andreas
    Freue mich schon mal pauschal auf die Marokko-Berichte...

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Vielen Dank für deinen Kommentar.