11.06.2016

Erster Tag in Polen. Feuer, ganzes Hähnchen und Mittagsstunde.



Warum bin eigentlich so nervös wenn es über eine Grenze geht. Ich habe nix zu verzollen. Reisepass ist neu. Ich Schmuggel nix. Und ich habe nicht mal ein schlechtes Gewissen. 

Aber doch ist es aufregend. Man hört ja so viel. Die mit Kennzeichen von weiter weg werden fast jedes mal kontrolliert. Und die ganzen Flüchtlinge. Menschen Schmuggel. Und noch viel mehr. 
Dran war an allen gar nix. Ich bin vorgefahren. Schilder das die Grenze gleich kommt. Dann die Polenmarkt Läden. Dann Tankstellen mit Diesel für 99 Cent. Warte mal. War das etwa schon die Grenze? Nee, oder? Volker? War das schon die Grenze? Ja. 

180 bis 200 Km sind wir heute gefahren. Irgendwie war dringend mal eine Mittagsstunde fällig. Einkaufen auch. Und Mittag am See auch. Und wir wollten ja eh weniger fahren. 

Was gab es zu essen?
Zum späten Frühstück gab es das frische Mischbrot von gestern. Mit Nutella. Beides Daumen dick.  Naja Nutella nicht ganz. Aber es hat keiner gesagt mach dir bloss nicht so viel drauf. 

Das Abendessen wollten wir vom Angebot abhängig machen. Also erstmal einkaufen.  Fisch und ein ganzes Hähnchen standen auf der Wunschliste. 
Ich also rein in den Dorfsupermarkt. Erstmal Trinkwasser geholt. Die Kühltruhe ist voll Eis und Pizza. Losen TK Fisch gibt es auch. Aber mir ist nach Hähnchen.
Noch ist ja eh kein Stellplatz gefunden. Da finden wir bestimmt auch noch einen größeren Supermarkt. An der Kasse dauert es ein wenig. Es wird geplaudert und sich Zeit gelassen. Wie das halt aufen Dorf so ist. Die Frau vor mir kratzt sich immer mal wieder und an ganz unterschiedlichen Stellen. Ich bin verunsichert. Was hat sie bloß? 

In dem nächsten Ort finden wir einen größen Supermarkt. Wir kaufen erstmal richtig ein. Ganze Händchen sind im Angebot. Jedenfalls vermute ich das. Das Preisschild hat eine leuchtende Farbe. 

Gut dann Stellplatzsuche.  
Bei Stargard ist ein großer See. Das sieht auf der Karte schonmal gut aus. Lass uns da mal hin.  Wir ziehen zum Anfang erstmal ein paar Nieten. Dann beschliessen wir schon weiter zufahren und woanders einen Versuch zu unternehmen. Ja, ok. Da vorne in der Rechtskurve möchte ich noch kurz in den Wald fahren. Da dürfte gleich Wasser kommen. Warte du mal an der Strasse. 

Der Platz liegt am Wasser. Man kann parken. Es liegt Müll rum. Es ist sehr windig. Was meinst du? Ich habe keine Lust mehr zu fahren. Ich auch nicht. Ok, bleiben wir hier. 
Es kommen noch ein paar Junge Leute die versuchen sowas wie eine Party zu machen. Und es sieht stark nach Regen aus. Mittagsstunde? Ja, gute Idee.
Dann ist der Regen vielleicht vorbei. Wir sind Fit und der Wind könnte zu Abend auch nach lassen. 
Ich habe sehr gut geschlafen. Dann war das wohl scheinbar auch nötig. Regen ist auch vorbei. Alles ist nass geworden. Das ist gut dann können wir auch ein Feuer machen. 

Ich habe auch schon wieder Hunger. Also Dutch Oven raus. Feuer gemacht. Hähnchen in den Dutch Oven. Ordentlich Öl rein. Salz, Pfeffer und Paprika drauf. Und ab aufs Feuer damit. 
Das Hähnchen legen wir später noch auf zwei Zwiebel Stücke damit es nicht anbrennt. Zwischen durch immer mal wieder das Öl verteilen. Später noch ganze Knoblauch Stücke dazu. Und im letzten Drittel der Kochzeit das Händchen nochmal umdrehen. 

Als Vorspeise gibt es einen rote Beete Parmesan Salat. 

Das Händchen ist wie beim letzten mal sehr großartig. Volker macht sich danach in dem Öl noch Kartoffel Spalten. 
Ich bin schon Satt. 
Wir freuen uns das es so lange hell bleibt und wir auf dieser Reise irgendwie mehr vom Tag haben. Ich bin immer noch Müde und wir beschliessen früh zu Bett zu gehen. Das wird nur bedingt was. Bis ich im Bett liege ist es dann auch schon 11 durch. Naja, ist ja nicht schlimm wir sind ja im Urlaub. 













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