23.09.2016

Seemanns Braut ist die See…



und nur Ihr kann er treu sein. 
Ich bin also wieder auf dem Wasser. Diesmal ist es die Elbe. Doch von Anfang an. 


Es ist Donnerstag und die Arbeit ist vorbei. In Dänemark war ich schon öfter. Meck-Pom gefällt mir nicht mehr so. Polen wäre Ok. Dann aber für ein paar mehr Tage und gerne mit einem weiteren Fahrzeug. Magnus hat keine Zeit. Volker irgendwie ja und irgendwie auch doch nicht. 

Für Polen habe ich mir Off Road fahren auf alten Militär Geländen empfehlen lassen. Hat das jemand meiner Leser schonmal gemacht? Ist das da Erlaubt? Wie stehen die Einheimischen dazu? 

Ich möchte mir jetzt mal die andere Seite der Elbe ansehen. Das gute liegt mit unter ja so nah. Die Fährverbindung Brunsbüttel - Cuxhaven macht es mir leicht. Es kostet 25 Euro. PKW ab 4 Meter Länge und ich als Fahrer. 

Ich hole die Karte an einer kleinen Bude beim Anleger. Davor sind 6 Wartereihen für verschiedene Fahrzeugarten. 

Die Ampel ist Rot. Es dauert noch über ne halbe Stunde bis zum Ablegen. Mit mal Panik. Leute die eben noch am Deich standen rennen zu den Autos. Es wird lautstark gehupt. Leute schreien sich an und benutzen Schimpfwörter. Es wird mit Köpfen geschüttelt. 
Was ist passiert? 

Eine Ampel ist auf Grün geschaltet. Mir kommt das Seltsam vor. Die Fähre kann ja noch gar nicht da sein. 

Ok, dann mal los. Wir fahren über den Deich und nach 350 Metern stehen wieder alle in einer Warteschlage und warten nochmal so 20 Min. Alle Aufregung umsonst. 

Als ich schon 2 Min stehe geht ein Ruck durch den HBM. Oh, besser mal die Bremse anziehen. Oder ist mir da einer in Auto gefahren. Ich schaue nach hinten und das Auto hinter mir setzt zurück. Ah ha. Was macht der Fahrer? Nix. Grüß nicht. Entschuldigt sich nicht und nix. Schau nur wie eine Kartoffel. 
Ich will ein Stück Tape vom Dach holen und gehe vorne über die Haube. Als mich der Fahrer dann sieht zuckt er zusammen. Wenigstens schlechtes Gewissen aber trotzdem keine schöne Art. 

Es ist wieder Grün. Diesmal kein Gehupe. Ich fahre auf die Fähre. Alles ist gut. Mitten auf der Fähre geht der HBM aus. Einfach so. Oh ha. Ich starte. Anlasser zieht gut durch. Springt aber nicht an. Ich bleibe stehen. Der Einweiser winkt mir ich soll weiter fahren. Ich betätige den Anlasser. Der Einweiser erkennt das Problem sofort. Funkt. Nickt mir zu. Ich soll stehen bleiben. Die Fähre wird lange nicht voll.
Ok, ich haben 70 Min. zum schrauben. Haube auf. Nix aussergewöhnliches zu sehen. 
Die Leute verlassen das Autodeck und gehen an Bord. Gut. Dann habe ich wenigsten meine Ruhe. 

Werkzeug raus. Ok, was kann es sein. Vielleicht wieder das Magnet Ventil? (Wie schonmal in Spanien) 
Ich drehe es raus. Lässt sich von Hand betätigen. Zündung an und aus. Kein Unterschied. Hmm. Ich drehe es nur eine Umdrehung wieder rein und starte. Auch nicht besser. Schade. Das wäre jetzt auch einfach gewesen. 
Mit mal steht einer in Arbeitsklamotten neben mir. Na will er nicht mehr? Nee. Ich erkläre das Problem. 
Mach doch mal die Dieselleitungen am Motor lose und starte. Ich schaue dann ob Sprit kommt. Ok. Ja. Kommt nix. 
Die anderen Leitung auch mal anlösen. Ah ha. Wir schliessen ein paar Fehler aus. Dann kann es nur deine Pumpe sein. Oder dein Magnet Ventil. Ja, sehe ich auch so. Ich baue das Magnet Ventil nochmal aus. Schau du mal und dich drehe den Anlasser. Ah ha. Da liegt der Fehler. Ok. Dann haben wir gleich. Gleiche Lösung wie in Spanien. Nach 30 Minuten läuft der HBM wieder. Geht aber nicht mehr aus. 
Da komme ich mit zurecht. 

Ich will mir schnell ein neues Teil besorgen, habe das Gefühl das weniger Leistung zur Verfügung steht. Das ist morgen aber auch noch früh genug. 

Auf der anderen Seite der Elbe besuche ich erstmal Jörg und Bernice. Wir haben uns 2 Jahre nicht gesehen und es gibt viel zu erzählen. Ich übernachte bei den auf dem Hof und morgen geht es weiter. 



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Text und Fotos: Dennis

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