20.12.2016

Karen halt dich gut fest!




Wir sind in Ouarzazate angekommen. Karen hat es übern Magen. Ich habe einen Pausen Tag vorgeschlagen. Sie wollte nicht. Aber mal ganz von vorne. 


Vor uns steht die Überfahrt vom Atlas Gebirge. Ca. 200 Km. Üblicherweise startet man morgens die Tour damit man im hellen über die Berge kommt. Es liegt Schnee. Die Strassen sind geräumt.  Verkehr ist zum Glück nicht zu viel. Es ist anstrengend. Kurve an Kurve. Es geht über 2200 Meter hoch. Das ist viel für einen Jung von der Geest. Ein Teil der Strecke ist gut ausgebaut. Da gibt es insgesamt 3 Spuren. Der Teer ist gut. 

Es gibt auch einen Teil der weniger gut ausgebaut ist. Es stehen riesen Pfützen in den Kurven. Steine fliegen gegen das Auto. Die Scheiben sind schnell schmutzig. All das fordert meine ganze Konzentration. 

Doch alles geht gut. Ich lasse in der einen Pause nur ein wenig Luft an den Motor kommen. Das Fahren in den kleinen Gängen hat das Kühlwasser ein wenig zu heiss gemacht. Nach 3 Minuten ist wieder alles ok. 

In den Bergen sehe ich überall diese neuen weissen Toyota Geländewagen mit Schnorchel dran. Die sind voll mit Selfie Touristen. Es wird von einem Foto Hotspot zum nächsten geballert. Die vorwiegend jungen und asiatischen Touristen haben während der Fahrt die Augen zu. Wenn irgendwo ein Parkplatz mit einem Ausblick ist dann stehen da ein halbes dutzend von den Fahrzeugen und alle machen Selfis. Oder die stehen vor den Buden bei denen Handwerkskunst aus Asien verkauft wird. Oh, das ist jetzt nicht fair. Ich habe nicht überprüfen können wo die Sachen die zum verkauf angeboten werden, hergestellt werden. 

Ich habe die Befürchtung dass wir in der Wüste auch ganz viele von den Touristen dieser Art treffen.  Wir haben ja wie wahrscheinlich ganz viele andere auch den Plan Weihnachten in der Wüste zu feiern. Wo genau wissen wir noch nicht. 

Auf der südlichen Seite des Atlas sieht es schon wieder komplett anders aus. Also Landschaftlich. Es ist wenig grün. Dafür ist es steinig und trocken. 
Volker und mir gefällt es. Es sieht eher so aus wie wir uns vorher Marokko vorgestellt haben. Vielleicht ist es hier so wie uns vorher erzählt worden ist? Bis jetzt passten einige Erzählungen nicht zu dem was wir gesehen haben. 
Z.B. Das es kaum Feuerholz gibt. Oder dass man keine Mülltonnen findet. 
Volker geht sogar soweit dass er meint er habe das Gefühl plötzlich in einem anderen Land zu sein. 

Wir suchen uns einen Stellplatz hinter Ouarzazate. Volker hat ein See auf der Karte ausgemacht. Der sieht auf den Satellitenbildern vielversprechend aus. 

Ich fahre vorweg. Es ist sandig. Die Spur ist teilweise ausgewaschen. Und endet in einer Fläche die vor einiger Zeit mal nass war. 
Ok, dass hatte ich schonmal in Spanien. Da fahre ich nicht rauf. Schnell ist man da eingesackt und hat 2 Stunden zu tun. 

Volker fragt mich über Funk ob ich die Hunde auch sehe. Negativ. Doch dann sehe ich es. Ein ganzes Rudel kommt auf uns zu. 25 bis 30 Tiere. Ok, noch ein Grund mehr warum dieser Stellplatz nicht der richtige ist. 
Am Horizont sehen wir auf einem Plateau ein Wohnmobil stehen. Volker sieht sich das mit dem Fernglas an. Scheint ein LKW zu sein. 
Lass uns da mal hinfahren. 
Ich versuche mich in „direkten Weg“ fahren. Das ist nur wenig von Erfolg gekörnt. Immer wieder sind mir Bewässerungsgräben im Weg. Volker fährt einfach zur Stadt zurück und nimmt die Strasse. Das geht viel schneller. 
Ich finde den Strassen Weg dann auch irgendwann. 
Das Plateau ist sehr groß und glatt wie mit der Wasserwaage abgezogen. 2 Fahrzeuge stehen weit von einander weg. 

Ich suche uns einen Platz aus. Der Wind geht ganz schön. Erstmal ne Runde mit den Hunden gehen. Du, Volker wollen wir nicht im Tal stehen? Da geht der Wind nicht so doll. 

Die Idee ist gut. Die Umsetzung auch. Natürlich wird es da auch kalt und wir sitzen ohne Feuer nicht lange draussen. 
Aber es ist leiser und ohne viel Wind. 
Als ich die Story schreiben will merke ich das es hier nur sehr langsames Internet gibt. 10 Meter höher auf dem Plateau war es noch super. Erinnert mich an zu Hause. 

Diese Story und die Fotos lade ich also erst morgen hoch. 

Vielleicht bleiben wir noch einen Tag länger hier. Mal schauen wie es Karen geht. Für sie war die Überfahrt natürlich nicht toll. Den ganzen Tag Serpentinen und Schlaglöcher ist halt nicht witzig wenn es einen schlecht geht. 

Die Fotos sind also nur von Volker und mir. Das sieht man auch. 

Update: Karen ist wieder fit. 



































Fotos: Karen und Volker 

Text und Fotos: Dennis


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