17.07.2017

Fotos und Story zum 8. Land Rover Only in Polen.


Wenn ich 3 Tage nicht zum Schreiben komme, dann musst echt viel passiert sein und so ist es auch. Also jetzt alles in Ruhe und ganz ausführlich. Die über 50 Fotos sind von Frauke, Daniel und mir. 

Es war ein großartiges Event. Da muss ich nächstes Jahr wieder hin. Ich habe schon mit Bernd gesprochen, der kommt mit. Im Off-Road Teil brauche ich einen Beifahrer. Das Road Book kann ich nicht bei der Fahrt lesen. Und beim Schrauben wäre es auch gut wenn Bernd mit ist. 

Fahren:
Ich war insgesamt 2 Tage im Off Road Gelände. Am Anreise Tag nur ein paar Stunden. Das war ausreichend. Am zweiten Tag viele Stunden. Da brauche ich zwischen durch schon mal eine Pause. Die Konzentration lässt nach. Das Gelände ist mega groß. Das Road Book führt einen gut durch. Man kann aber auch so fahren wie man möchte. Wir hatten sehr viel Spaß beim Fahren. Jeder hat sich ein mal festgefahren. 
Es gab verschiede Schwierigkeitsklassen. Das gefällt mir alles sehr gut. 

Essen:
Wir haben abends mit 7 Leuten gegessen. Ein Feuer in der Feuerschale ist schnell gemacht. Dann die Muurikka drauf und los. Ich habe meine Löschdecke untergelegt, so hat auch keiner was gesagt. Meistens hatten wir noch einen Grill zusätzlich. 
Alle haben zusammen geschmissen und dann gemeinsam gegessen. So mag ich es. 

Hauke und ich wollen ein anderes mal zusammen Brot im Dutch Oven backen. Da sind wir diesmal nicht zugekommen. Hauke hat berufliches Fachwissen und ich werde dazu eine ausführliche Story schreiben. Unterwegs Brot backen ist einfacher als man denkt. 

Zu den Einzelheiten beim Essen lasse ich die Fotos am Ende der Story sprechen. 

Schrauben:
Es gab viel zu schrauben. Nicht nur bei uns. Kai-Uwe und ich brauchten je eine neue Lichtmaschine. Björn einen neuen Luftfilter (Der kleine Bach war letztes Jahr nicht so tief).
Bei mir hat die Hinterrad Bremse noch Kummer gemacht und der Scheinwerfer hatte einen Wasserschaden. 
Vor Ort gab es einen Schrauber Service. Es wurden Teile besorgt und vermittelt. 

Ich habe eine Adresse (Foto Visiten Karte) bekommen. 30 Km weg. Der kann Lichtmaschinen reparieren. OK. Daniel hat mich gefahren. Wir zusammen dahin. Vielleicht sind es ja nur die Kohle Stäbe. 
Es sieht eher wie eine Wohngegend aus. Die Werkstatt ist im Erdgeschoss. Ein Mann mit Erfahrung erwartet uns. Es ist Freitag Abend 20:00 Uhr. 
Englisch spricht er so wenig wie ich Polnisch. 
Als ich in die Werkstatt komme, sehe ich jede menge neue Wicklungen. In der Ecke liegen alte Gehäuse und komplette Lichtmaschinen. Eine Drehbank ist auch da. Ok, wenn es einer hinbekommt dann der.  
Er zieht die Kohle Stäbe. Und sagt oh. Viel geredet hat er die ganze Zeit nicht. Ich schaue auf die Stäbe. Die sind bestimmt noch 15 mm lang. Die sind es dann wohl nicht. 
Als er die drei Schrauben des Gehäuses aufdrehen möchte sagt er wieder „Oh“ klingt aber nicht besser. Er schüttelt den Kopf. Zack ist die Erste abgerissen. Die zweite bekommt er raus. Die dritte reisst auch ab. Na das wird wohl nix mehr. 
Er holte gebrauchte Lichtmaschinen. Die erste packt er ohne was zu sagen weg. Bei der zweiten lächelt er. 
Ich schaue. Ja, ok. Ist etwas größer. Die Befestigungs Punkte könnten passen. Ich nicke, er nickt. Er sagt Moment und geht. Was er jetzt wohl vor hat? 
Dann kommt er mit einem Lächeln wieder und hat das gleiche Teil in neu in der Hand. Ah Ok. Er macht einen Prüflauf in seiner Prüfmaschine aus den achtziger Jahren. 14 Volt. Ok. How Much? 

Er schreibt 550 Zloty auf einen Zettel. Ich habe noch 400 in bar und lege 25 Euro dazu. Er lächelt. Wir schütteln uns die Hände. Beide sind zufrieden. 

Wieder im Camp machen wir uns ans einbauen. Ja kann passen. Aber mein Keilriemen ist zu kurz. 
Der Polnische Mechaniker hat ohne Riemen jetzt keine Lösung. Er meint das ich morgen welche kaufen kann. Am Abend kommen ein paar Leute mit Riemen in der Hand vorbei. Alle sind gleich lang. Sehr freundlich das es wenigstens alle versuchen. 

Björn und Frauke fahre mit mir in die nächste Stadt. Ich frage mich durch. Und schon im fünften Laden finde ich Riemen. Wir brauchen einen der etwas länger ist. 
Ich kaufe 3 Stück in verschiedenen Längen. 

Dann mal zurück ins Camp. Ja der eine passt. Aber der Riemen läuft schief. Wenn wir die Licht Maschine anders anbauen dann läuft der Riemen besser. Nun. Sieht es besser aus. Nur der Riemen ist wieder zu kurz. Ich brauche längere. Ok, also wieder in den Laden. Der hatte ja eine gute Auswahl. Ich also 3 längere gekauft. 

Im Camp ausprobiert. Ja sieht gut aus aber die sind zu lang. So können wir nicht spannen. Also nochmal los. Und welche in den zwischen massen gekauft. Die nicht gebrauchten konnte ich immer wieder umtauschen. 
Jetzt passt es. Sieht aber trotzdem nicht gut aus. Lass uns die Lichtmaschine nochmal so ein bauen wie wir es zu erst hatten. 

Einen passenden Riemen haben wir jetzt auch. Dann wird improvisiert. Ich soll damit nur bis nach Hause fahre und es dann richten. Kein Gelände heute!

Ok. Für mich also ein Camp Tag. Frauke und Björn haben wegen mir zwar das Gruppen Foto verpasst aber sind dann auch noch einen Tag im Gelände. 


Bezahlen:
Ich habe Zloty aus einen Automaten gezogen. Das ist, glaube ich, teuer gewesen. Muss ich nochmal überprüfen. Beim Tanken bezahle ich mit Karte. Das war ok. Euro werden auch genommen. 

Duschen und Toiletten:
Wir sind in einem Militär Camp und können die Sanitären Anlagen nutzen. Waschbecken gibt sehr viele, Duschen auch. Ich erwische eine mit nur einem Drehrad. Das ist auch noch blau. Es kommt nur kaltes Wasser. Ich überlege ob ich nicht doch lieber in den See springe oder mir eine Camp Dusche mit warm Wasser gönne. 
Warum die anderen wohl alle so gut von den Dusche geredet haben? 
Abends am Feuer stellt sich raus, dass es wohl auch warme Duschen gibt. Die haben einen roten Knopf und ggf. muss man das Wasser länger laufen lassen damit es warm wird. Ah ha. Das hätte ich mal wissen sollen. 

Über das Event im Allgemeinen:
Es ist sehr viel Platz. Alle halten zusammen. Es ist ein Familien Event. Es gibt Hüpfburgen und Kinder Bespassung. 
Eine Bühne ist aufgebaut. Lagerfeuer. Vorträge. Verkaufsstände. Großes Lager Feuer. Catering. Alle sind nett zu uns. Als Samstag Abend gibt es eine Tombola. Die ganze Bühne steht voll Preise. Wirklich gute Sachen dabei. 
Leider verpasse ich den Anfang. Preise bekommt nur der, der auch wirklich da ist. Ich gehe leer aus. Frauke bekommt ein Buch (Land Rover fahren im Gelände. Auf Polnisch und ein Model Auto).
Hauke bekommt einen Gutschein für einen Tandem Fallschirmsprung. 

Wilde Tiere:
Samstag Abend im Camp läuft ein Fuchs um unser Camp und kommt bis auf 2 Meter ran. Ich glaube von so dicht habe ich noch nie einen gesehen. Er läuft ein paar mal um die Autos und ist dann wieder weg. 
Im Off Road Gelände treffen wir auf Büffel (Oder sowas in der Art). Davon sind sogar die Polen beeindruckt. 
Mücken gibt es auch. Wenn man am Feuer sitzt hält es sich in Grenzen. Jedenfalls mit dem noch feuchten Holz. 

Rückfahrt:
Ich wollte mir eigentlich Zeit lassen und die Tour in zwei Etappen fahren. Daraus ist aber nix geworden. Ich habe keine Ruhe wenn der Defender nicht richtig läuft also bin ich die meiste Strecke über Landstrassen nach Hause gefahren. 
Ich muss auch nur ein mal kurz schrauben. Das Spiel in der Lenkung ist ungewohnt hoch. Ich stelle es eben nach. Kein großes Ding. 

Als ich in einer sehr dörflichen Gegend (Irgendwo zwischen Müritz und Lübeck) alleine durch einen Wald fahre, schiebt jemand ein Fahrrad mit Gepäck, über die Strasse. Ich halte an und fahre  zurück. Eine Frau die im Urlaub ist. Soll ich dich mitnehmen? I don´t understand German. Oh ok. Can i help you? 
Sie meint das sie alleine zurecht kommt. Sie will in den nächsten Ort schieben und da ein Camp aufbauen und dann morgen alles reparieren. 
Ok. Ich kann sie und ihr Fahrrad mitnehmen. Nein, will sie nicht. Ich frage noch mal. Nee, immer noch nicht. Ok. 
Ich fahre wieder los. Halt Stop. Was ist wenn wir das Fahrrad reparieren? Ich habe alles dabei. Nein, will sie auch nicht. Hmm. Seltsam. Ich wünsche ihr einen Safe Trip. Sie lächelt. 
Als ich weiter fahre denke ich darüber nach. Zu mir sagen oft Leute das ich ja so mutig wäre mit meinen Reisen und das sie sich das nie trauen würden. Die Frau finde ich mutig. Schade das sie sich nicht hat helfen lassen wollen. 




















































Fotoupdate: Ich habe noch Fotos von Magda und Jakub Chelmicki. Vielen Dank. 













Text und Fotos: Dennis


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