27.08.2017

Dancing in the Rain



Die Sonne ist da. Naja ein paar Wolken sind noch davor. Es ist warm, schön warm. Unterm Tarp im Schatten halte ich es gut aus. 

Bewegungsdrang habe ich nicht. Ich fühle mich im Camp wohl. Man kann viel Zeit an der Feuerstelle verbringen. Die Hängematte fehlt mir. Ich finde keine gute Gelegenheit die aufzubauen. Aber nicht so schlimm. Geht auch so. 

Es gibt es englisches Frühstück. Und später backen wir aus Langeweile ein Brot. Es wird erstaunlich gut. Ich war ein wenig aus der Übung. Im Dutch Oven ist es angebrannt weil ich vergessen habe unten loses Mehl reinzuschütten und die Hitze war wohl auch zu hoch.  Wir haben eine Kooperation daraus gemacht. Irgendwie haben ja alle Langeweile. 

Anni bringt eine große Kiste, voll frische Gemüse mit. Alles kommt bei Fritze aus dem Gewächshaus. 
Super Lecker. Ich nehme meinen größten Pott und mache alles voll mit Gemüse und schneide noch ein Bratwurst mit rein. 
Kann nur gut werden. Wird es auch. Als ich die erste Portion aufhabe, kommt eine Frau mit dem Fahrrad angefahren. Sie wohnt hier und hat die Rauchschwaden gesehen. Wollte mal schauen was da los ist und ob jemand Feuer macht. Nicht das was schief geht. Sie sieht auf einem Blick das alles gut ist. Ob sie probieren möchte. Ja, gerne. Sie hat auch ein Gewächshaus. Schönes Festival euch noch. Dir auch. 

Ich werde das Gefühl nicht los, dass es noch ein Gewitter gibt. Lange Zeit sieht es nicht danach aus. Als ich denn denke nun kommt nix mehr und ich gehe gleich Powder for Pigeons schauen, da geht es richtig los. Donner und Blitze sind halb so wild aber es kommt Regen. Schnell ein paar Sachen wegpacken und ab unters Tarp. Ich hole schnell den Spaten und grabe an den Stellen Löcher an denen das Wasser abläuft. Irgendwann kommt es von allen Seite. Und dann ist es zum Glück auch schon wieder vorbei. Pünktlich zum Konzertbeginn. Vom Camp aus ist man in 3 Min an der Hauptbühne. 

Auf den Weg dahin kotzt mir fast einer auf die Füsse. Und das mitten am Tag und mitten auf den Weg. Er war aber kein Profi. Hat die Hand vor dem Mund gehalten. 

Die Band ist noch beim Soundcheck und ich hole mir einen Chai Late. Ich bin wieder begeistert und endlich haben sie auch Vinyls. Wurde ja auch mal Zeit. 

Auf diesem Festival gibt es auch was Neues für mich. Ich habe einen Untermieter. Der große Blonde, den ich vom Sehen kenne aber mir dessen Name nicht mehr einfällt, hat mich gefragt ob er unterm Tarp schlafen kann. Ja, klar warum nicht. Ich weiss zwar noch nicht wie lange wir darunter sitzen und kochen. Das kann auch schonmal in der Nacht vorkommen. Ja, kein Problem meint er. Später bekomme ich dann mit, das er auch einfach mal mitten am Tag schläft. Passt. 

Das Covergirl ist heute Maren geworden. Sie ist mit Mann und Kind hier und wir kennen uns schon von anderen Festivals. Ich mag es sehr das sie so aufmerksam ist und so viel sieht. Immer die helfende Hand, ohne dass ich was sage. 

Am Sonntag spielen noch Bands bis zum frühen Abend. Ich weiss noch nicht wann ich Heim fahre. Noch eine Nacht bei Technomusik von den Nachbarn brauche ich nicht. Aber Montag morgen zu Hause sein würde auch langen. Mal schauen. 

Ne junge Frau zum Mitreisen hat sich nicht gemeldet. Ob wohl sehr oft Leute vor dem Auto stehen und es cool finden. Naja, man findet ja erst was wenn man es nicht mehr sucht. 



























Text und Fotos: Dennis


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Kommentare:

  1. Danke für die gute Verpflegung und den Tee :-)

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  2. War ein seeehr schönes Wochenende

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