06.08.2017

The only way is up.


Es ist vier Uhr in der Nacht. Ich kann nicht mehr schlafen. So warm war es lange nicht mehr. Ich habe das Fenster zur Strasse ganz auf. Draussen laufen nur Besoffene vorbei und unterhalten sich lautstark. 
Abkühlung gibt es durch das Fenster nicht, obwohl es draussen deutlich kühler ist und die ganze Zeit regnet. Um mit einer Decke zu schlafen, ist es viel zu warm. 
Ich denke, das liegt an den großen Dachüberstand, der genau über meinen Fenster ist. 


Am liebsten möchte ich jetzt aufstehen und die Chefin vom Hotel fragen, ob sie mich hasst oder ob ich Ihr was getan habe. Warum ich wohl das Zimmer mit der Nummer einundzwanzig bekommen habe?

Das Frühstück überrascht mich auch nicht. Das ist auch kein Wunder, ich mag Hotel Frühstück eh nicht. Aber dazu mehr in einem WMAI. Später. 

Nun ist auch genug mit dem Rumgemaule und schlechte Laune verbreiten. Es geht los. Im Regen. Wenig Regen, dafür mit Nebel. Aber dahinten wird es ja schon wieder hell. 

Wir fahren erst ein Stück mit der Gondel den Berg hoch. Dann wird gewandert. Schön ist es hier. Die Wege gefallen uns allen. Bloß irgendwie kann man nicht viel sehen. Oft höre ich nur die Glocken der Kühe und kann sie nicht sehen. 

Für heute sind 10 Km angesagt und nicht besonders viele Höhenmeter. Also alles ganz easy. 

Es läuft sich gut. Man kommt ins plaudern. Ich fühle mich wohl und komme mit allen gut zurecht. 

In dem Moment als es stärker anfängt zu regnen, kommt hinter der nächsten Kurve eine Hütte. Wir haben sie fast über sehen und Hugh meint er geht mal schauen, ob wir da einen Kaffee bekommen. Wir haben Glück. Es sind sehr einladend. Der Wirt ist nett und macht Späße. Genau mein Ding. Auf Fotos sieht die Aussicht auch super aus. Wir können nur Nebel sehen. Silke meint, es wird da hinten zwar wieder hell. Aber naja. 

Als wir weiter wollen ist, nur noch wenig bis gar kein Regen mehr. Teilweise sieht man sogar mal was von den Bergen. Es wird sogar ein wenig hell. 

Auf der zweiten Hütte gefällt es mir auch. Ich könnte in der Gegend ja den ganzen Tag was essen. Nicht weil ich so viel Hunger habe. Naja, das auch. Es stehen so viel leckere Sachen auf der Karte. 

Am Tresen lasse ich mich von einer jungen Frau beraten. Sie meint, ich soll Speckknödel mit Suppe nehmen. Sie würde das auch essen. Na dann mal los. 

Als ich zur Toilette gehe, bin ich angenehm überrascht. Es gibt keine Waschbecken. Sondern nur eine nach hinten abfallende Steinplatte, von der Wasser in eine Rinne läuft. Ich bin total begeistert. Dann gehe ich zu den Pinkelbecken. Wenn Mann davor steht hat er einen Blick bis zu den nächsten Bergen. Vermute ich jedenfalls. Gedacht ist es auf alle Fälle so. Auf dem WC läuft Radio und irgendwie haben die da was von Gewitter gesagt. 

Zurück am Tisch werde ich darüber aufgeklärt das der Wirt gerade da war. Die Gondel fährt erstmal nicht. Es gibt gleich Gewitter. Ah ha. Nicht schlimm, wir wollen eh den Berg runter wandern. Das solltet ihr auch erstmal lassen. Äh. Ja bleibt mal sitzen und bestellt noch was wenn ihr wollt. 

Nach einer knappen Stunde kommt der Wirt wieder und meint die Gondel würde jetzt wieder fahren. 
Ok, können wir denn auch wandern? Ja, mei.
Ah ha. 

Wir versuchen es mal. Es regnet mehr, als ich dachte. Regen Jacke an und los. Irgendwann ziehe ich noch ein langwarm Shirt mehr an. Eine lange Hose habe ich gar nicht mit. Wir haben ja Gepäck Transport von Hotel zu Hotel und so hat jeder nur das nötigste dabei. 

Meine Taktik war ja, dass ich mich oben rum warm halte und unten rum wird es schon nicht so kalt werden. Klappt nur halb. Obenrum Warm halten geht. Untenrum freue ich mich jetzt auf die Sauna im Hotel. 

Die Sauna ist super. Sauber. Alles da was man braucht. Und es gibt sogar noch Tee. 

Das Hotel ist allgemein super. Kein Vergleich zu dem Hotel von der letzten Nacht. Alles so hell und freundlich. Es gibt für alles Lösungen. Alle sind Nett und lächeln. 

Abends zu Tisch reden wir über diese Story. Ich sage das ich gerne eine Überschrift hätte die den Tag in einem Songtitel passend beschreibt. Stef schlägt "The only Way is up" von Yazz vor. 
























































Fotos: Claudia, Stef

Text und Fotos: Dennis


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