16.05.2018

Friday on my mind


Frauke hat mich heute auf den Song des Tages gebracht. Ich habe schon wieder kurze Woche und bin rechtzeitig fertig mit der Arbeit. 

Also kann es ja schon etwas früher ins Pfingstwochenende gehen. Ich habe mir schon wieder Dänemark ausgesucht. Bei mir zu Hause ist richtig Sonne. Das Wetter soll auch gut bleiben also nix wie los. 

Da ich erst am Abend loskomme, fahre ich nur bis Rømø. Ich komme zum Sonnenuntergang an. Leider ziehen genau dann Wolken auf und es ist richtig windig am Strand. Also nix mit in Ruhe Sonnenuntergang schauen. 

Am Strand sehe ich schon von weiten einen neuen Daimler der vorne etwas tiefer liegt. Ah, Festgefahren. 

Es sind auch irgendwie 3 oder 4 Leute bei dem Auto. Ok, wenn die Hilfe brauchen würden dann würden die sich ja melden. 

Ich stelle mich etwas weiter weg. Es ist echt ganz schön windig. Beim Windmesser sind leider die Batterien alle. Ich habe welche mit aber die sind auf dem Dach und da gehe ich jetzt bestimmt nicht rauf. 

Die Frau vom Hot-Dog Laden hat mir letztens erzählt das irgendwo Nachts immer Leute in so Fahrzeugen wie ich übernachten. Irgendwo hinter dem Damm auf dem Festland. Ich schaue mich da um, finde aber nix. 

Naja ich fahre später mal wieder auf einen Parkplatz um mich da von der langen Fahrt auszuruhen und dann morgen meine Fahrt fortzusetzen. 

Beim Daimler tut sich nicht viel. Es ist nur noch eine Person im Auto zu sehen. Die anderen sind weg. Die letzten Fahrzeuge verlassen auch den Strand und ich kann es nicht übers Herz bringen da nicht doch noch mal rumzufahren um zu fragen ob meine Hilfe benötigt wird. 

Eine Frau sitzt im Auto. Total überfordert. Sie hat sich festgefahren. Ja, sehe ich. Und nun? Brauchst du Hilfe? Naja so würde sie ja nicht wieder rauskommen. Ihr Mann ist aber losgelaufen und sie weiss jetzt auch nicht wo der Hilfe herbekommen will. Ich schaue mich um weit und breit ist niemand mehr zu sehen. 

Wenn du so eine Öse zum reinschrauben mit hast dann kann ich dich vielleicht rausziehen. Weiss sie nicht ob sie sowas mit hat. Na ich auch nicht. Sowas steht im Handbuch. Weiss sie auch nicht wo das ist. Handschuhfach? 

Oft liegt die Ösenschraube da wo das Reserverad ist. Das ist im Kofferraum, meint sie. Soll ich für dich mal nachschauen? 
Ja, also ein Reserverad hast du nicht mit. Das Fach ist leer. Auch voll schlau das zu Hause zu lassen. 

Aber die Schraube ist da. 

Soll ich dich jetzt rausziehen? 

Ja, ok. Also ich ihr alles erklärt was sie machen soll und sie beruhigt. Also alles ganz langsam und ohne Gewalt. Ich glauben hätten die zu dritt geschoben dann hätten die es auch hinbekommen. 

Aber sei es drum. 

Es ging wie zu erwarten total einfach. Ist jetzt ja auch nicht das erste mal gewesen. Man hilft ja gerne. 

Sie bedankt sich drei mal und ist dann schnell weg. 

Wie geht ihr mit sowas um? Bietet ihr eure Hilfe an oder ist euch das egal? Findet ihr das sie ruhig mal ne Jerry-Can voll Diesel hätte ausgeben können oder seht ihr es als kostenlosen Service für alle Strandbesucher an, dass ich einen Defender fahre und deshalb besser ausgerüstet bin? 

Das nächste Ding wäre ja, wenn beim wühlen sich die Spur verstellt hätte oder sonst irgendwas kaputt geht und die der Meinung sind das ich die Schuld daran habe, dann wollen die das doch sicher von mir ersetzt haben. 

Also irgendwie ist das ja sicher gut für mein „Karmakonto“ aber trotzdem stehe ich dem ganzen sehr Zwiegespalten gegenüber. 

Ich bin auf deine Meinung in den Kommentaren gespannt. 





Text und Fotos: Dennis


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Kommentare:

  1. Ich habe mich für jeden gefreut, der ohne die Hilfe der freiberuflich kommerziellen Abschlepper aus dem Sand raus kam. Denen hat der ein oder andere hilfsbereite Landy Fahrer ihr Geschäft versaut :-) Gut gemacht, - auch ohne Diesel Dank

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  2. Hallo Dennis!

    Ich finde es toll, dass ohne das du gefragt wurdest geholfen hast. Ja, sicher hättest du auch Geld verlangen können - aber bestimmt hilft dir auch bald jemand kostenlos ;-)

    P.S.: Super Blog!

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  3. Vielen Dank euch beiden. Ja so wirklich ging es mir ja auch nicht um Geld.
    Vor ein paar Jahren habe ich mal jemanden geholfen und der hat mir 10 Eier und zwei Äpfel gegeben. Da kann ich mich heute noch drüber freuen. Das hat mir sehr imponiert.
    In Polen hat mir mal ein Einheimischer ne große Flasche Bier geschenkt.Der hatte sich auch am Strand festgefahren. Abends im dunkeln. :-) An sowas denke ich halt gerne zurück.

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