10.05.2018

Regen, Kakao und Menschen in Not.


Heute sollte es Regen geben. Noch sieht es aber nicht danach aus und die Wettervorhersage wird mit der Zeit immer besser. 

Also erst mal zum Campingplatz Kiosk (1000 Schritte, ein Weg). Eier und Bacon holen. Hoffentlich haben sie auch Kakao. 

Ja gibt es, in kalt und sogar zwei Sorten. Matilda und der in den Glasflaschen mit gelben Deckel. Davor ist ein junges Mädchen. Sie ist total überfordert. Weil sie sich nicht entscheiden kann welchen sie nehmen soll, will sie nun lieber ne Milch. Ja, ist ja gut. Geh lieber mal zu Seite. Ich weiss was ich will. Natürlich den gelben aus der Flasche. 
Den empfehle ich ihr auch. Sie ist total glücklich sich nun doch nicht mehr entscheiden zu müssen. Ich glaube die fällt als Reisebegleitung aus. 

Do you have Bacon? Bacon? Yes, Bacon and Eggs. Oh, no. Sorry. No Worries, Mate. 

Dann eben nur Eier und Kakao zum Frühstück. 

Nach dem Frühstück überlege ich mir was ich heute am besten machen kann. Noch weiter in den Norden fahren bringt es irgendwie auch nicht. Der Platz hier im Tal ist ja auch sehr schön. 

Na gut dann erstmal in die Hängematte und mal eben eine Story für meine Bücherecke geschrieben. 

Dann noch ein neues Buch angefangen zu lesen. Was von Mark Twain. Werde ich noch nicht so richtig mit warm. 
Ich werde müde. Zeit für eine Mittagsstunde. Echt schön hier und Regen ist auch nicht zu sehen. 

Ich schlafe so richtig tief und träume von was aufregendem, da spritzt mir was ins Gesicht. 

Was ist hier los?  

Der Regen ist da und mit was für dicken Tropfen. Alter. Dann steht auch noch ein Mann mit seinem Sohn vor mir. Hä? 

Schnell das Buch und die Hängematte eingepackt. Ich werde richtig nass. 

Der Mann versucht mich anzusprechen und schafft es auch als ich hinten in den HBM springe. Da kommt aber auch was runter. 

Ob ich was mithabe mit dem man Autos reparieren kann? 

Junge, kannst du das mal bitte genauer definieren? 

Er braucht selbstverschweissendes Klebeband. Ah ha. Wofür? An seinem alten LT Bus ist der Kühlerschlauch defekt. 
Ja, ich glaube sowas habe ich mit. Liegt in der ersten Kiste auf dem Dach. Da gehe ich aber jetzt nicht drauf. Der Regen ist aber bestimmt bald wieder vorbei. 
Er und sein Sohn werden ganz schön nass. 30 Sekunden später hört es so plötzlich auf, wie es angefangen ist. 

Na dann kann ich ja auch aufs Dach. Ok, in der Kiste ist es zwar nur mittelmässig übersichtlich aber es wird schnell klar das ich kein selbstverschweissendes Klebeband mithabe. Hatte ich aber mal. Wo das wohl geblieben ist? 

Notiz an mich selbst: Werkzeugkiste mal wieder aufräumen. 

Was ist denn wenn du mit dem Blech einer Bierdose und zwei Schellen den Schlauch flickst? Davon hat er noch nie gehört. Ok, er liest meinen Blog nicht. 

Ich erkläre es ihm und er meint das wäre einen Versuch wert. Dann schlage ich ihm Flicken vor. Also Reifenflicken. Davon habe ich eine Menge mit. Die habe ich für die Marokko Tour eingepackt und zum Glück nicht gebraucht. 

Das hält er auch für eine gute Idee. Ich gebe ihm eine Packung mit Kleber und Flicken. Vorher schön mit Bremsen-Reiniger sauber machen. Hat er nicht. Hier kannst die Dose mitnehmen. 

Ok. Bis später. Zack sind die beiden wieder weg. 

Und was mache ich nun? 

Kann ja eigentlich mal zusehen wie die das geflickt bekommen. 

Also mal eben auf die hohe Düne und schauen wo die sind. Auf dem ganzen Campingplatz ist kein LT zu sehen. 

Ob noch mehr Regen kommt? Ich höre Donner und übern Meer ist es ganz schwarz. Mein Plan ist beim Regen einkaufen zu fahren. 

Der Regen kommt und ich fahre mal los. Schön die Heizung an. Ist doch ganz nett so. 

In Blåvand haben sehr viele Leute die Idee einkaufen zu gehen. Das kann ich ja zu Hause schon nicht haben. Hier ist es noch schlimmer. Die Touristen sind hier noch mehr überfordert mit dem Einkaufen. Bloß wieder weg hier. 

Der Platz im Tal ist noch frei. Wüsste jetzt auch niemanden auf dem Campingplatz der da wieder rauskommen würde. 

Als ich später zur Toilette gehe, fällt mir ein Gemeinschaftsraum auf. In dem sitze ich jetzt. Es ist schön warm. Vom Sofa aus kann ich gut den Campingplatz überblicken. So lässt es sich gut schreiben. Der Regen hört auch bald wieder auf. Aber trotzdem ist noch windig. Ich bin noch nie auf die Idee gekommen einen Gemeinschaftsraum zu nutzen. Kann ja auch schwierig sein aber hier ist es im Moment ganz ok. Vielleicht probiere ich nachher auch mal die Gemeinschaftsküche aus. 

Ich habe keine Lust alles zur Küche zu schleppen und sonst koche ich ja auch immer beim Auto. Also heute auch. 
Es soll Bratwurst, Champignons und Zwiebel mit Knoblauch und Pfeffer geben. Diesmal sogar mit Nachspeise. 

Ich bin gespannt ob die Flicken und der Bremsen-Reiniger wieder beim Auto liegen. 

Fotos habe ich heute so gut wie keine gemacht. 

Was ich morgen mache weiss ich noch nicht. Der Campingplatz ist ganz schön voll geworden. Nur noch Deutsche hier und es gibt Sauf-Gruppen Bildung. Naja bei dem Feiertag kein Wunder. Nur ist das halt nix für mich. 
Den Gemeinschaftsraum haben die auch für sich entdeckt. Also schreibe ich wieder mit kalten Fingern im Windschatten des HBM. 

Was mir auch noch auffällt ist, wie stumpf die hier alle mit einem „Moin“ grüßen. Gehen die alle davon aus das ich auch aus Deutschland komme (Ich habe nicht mal den Fahren, Essen, Schrauben Pulli an) oder denken die das ist mitten in Dänemark auch eine angemessene Begrüßung ist? 

Das Wetter soll besser werden. Aber noch ein Strandtag ist mir für morgen auch zu langweilig. Kann man ja mal machen aber hatte ich jetzt gerade erst. Hört sich jetzt wahrscheinlich wie ein „Luxusproblem für 400“ an. Aber kann ich auch nicht ändern :-) 

Irgendwie kommt mir in den letzten Tagen öfter Polen als nächstes Reiseziel in den Sinn. Da muss ich noch mal etwas drüber nachdenken. Zum Land Rover Only Event schaffe ich es ja leider dieses Jahr nicht. Dafür gibt es im August eine große „Siebzig Jahre Land Rover Party“. Die geht eine Woche und ist in Albersdorf (10 min. von meinem Wohnort). Der deutsche Land Rover Club organisiert das ganze. Es gibt auch ein Fahrgelände. Kann also nur gut werden. 













Text und Fotos: Dennis


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