09.05.2018

Ticket to ride.


Die Nacht war ruhig. Ich bin gegen 21:00 Uhr vom Nordstrand auf Rømø weggefahren und habe mich auf einen ruhigen Parkplatz gestellt. Da standen auch noch ein Wohnmobil und ein Bus. 

Ich denke einfach Übernachten ist so ok. Aber draussen noch auf Stühlen sitzen und einen Tisch aufbauen ist Camping. Und das mögen die in Dänemark glaube ich nicht so gerne. 

Naja schauen wir mal wohin es mich heute so verschlägt. Ich möchte Samstag Abend wieder zu Hause sein. Habe also noch viel Zeit. Da könnte ich auch noch weiter die Küste hochfahren. Gute Nacht. ;-) 

Ich bin weiter in den Norden gefahren. Vejers Strand. Ca. 100 Km. Das erste was mir am Strand auffällt ist, dass es dieses Jahr wohl modern ist schwarze Bikinis zu tragen. Gibt Schlimmeres. 

Das zweite ist, dass der Militärübungsplatz scheinbar gerade genutzt wird. Es sind ganz dumpfe Knalle zu hören. Auch nicht schlimm. 

Das dritte ist, dass vor kurzen ein Unimog hier gewesen sein muss. Die Spuren sind im Strand deutlich zu sehen. Wer von euch war das?

Das vierte ist, dass am Stand ein „Anwaltsdefender“ aus Hamburg steht. Ja, ich weiss das kann man nicht verallgemeinern. Der Fahrer hat dann auch noch zufällig ein Poloshirt an. Ich bin dran vorbei gefahren. 

Das fünfte ist, dass der Sand noch ganz schön hart ist. Das macht es für alle einfach hier zu fahren und es ist richtig voll am Strand. 

Das sechste ist, das die Sonne irgendwas mit den Leuten macht. Die sind alle so hektisch und unruhig. Kenne ich gar nicht von Dänemark. Z. B. vorhin der Kleinwagen der mich in einer Kurve und mit Gegenverkehr überholt und dann 100 Meter vor mir mit der gleichen Geschwindigkeit wie ich zu fahren. 
Wenn ich dadrüber nachdenke, gibt es das ja eigentlich auch das ganze Jahr über. Dann fällt dieser Punkt weg. 

Ich habe heute richtig gute Laune. Es ist schön wieder unterwegs zu sein.

Heute morgen gab es „Spandauer“ zum Frühstück. Eine Teigspeise mit Schokolade. Ich habe die von der Haube auf dem Supermarktparkplatz gegessen. Gute Idee. Die halbe Haube war voll mit Krümmel. Lecker und passt super zum Kakao. Aber schwierig zu essen. Mehr so ein Draussen-Gericht. 

Vorletztes Jahr habe ich hier am Strand Birgit kennengelernt. Die hatte ja eine Sauna dabei. Das wäre jetzt genau das richtige. Der Wind macht es doch etwas kalt. Aber das ist ja irgendwie typisch für Dänemark. Es sind Leute im Wasser aber für mich ist das noch nix. Mit einer Sauna wäre das schon etwas anders. 

Ach wie schön wenn man neue Nachbarn am Strand hat. Familie. Hamburg. Die Mutter hat seltsame Erziehungsmethoden. Die beiden Kinder bekommen jedenfalls die Schuld. 2 Jungs. Der eine 6 oder so und der der kleine krabbelt noch.  Ich kann mich jetzt nicht auch noch in die Kindererziehung anderer Leute reinsteigern. Die Mutter ist jetzt erstmal abgehauen und hat den einen Jungen ins Auto gesetzt.. Das auch besser. Das Gekeife kann ja niemand mit anhören. Dem kleinen ist es zu windig. Kann ich verstehen. Wenn man so dicht am Boden ist dann weht einen ja auch der ganze Sand ins Gesicht. 
Naja, die waren wohl alle nur gestresst von der langen Anfahrt. Nun wird es schon wieder harmonischer. 

Ich habe den Platz gewechselt und festgestellt das ich auch nicht immer schlau bin. Die ganze Zeit habe ich mich gefragt warum sich wohl Leute, mit dem Auto an die Dünen stellen wenn man sich auch vorne ans Wasser stellen kann. 
Dann habe ich gedacht das es wohl irgendeinen Sinn haben muss. Und da ich eh nicht ins Wasser gehe, kann ich es ja mal ausprobieren. Die unruhige Familie ist schonmal weg. Das macht es gleich viel angenehmer. Und der größere Punkt ist: An den Dünen ist es nicht so windig. Also gleich viel besser. 

Der Song für den Storynamen ist heute von den Beatles. Kennt sicher jeder von euch. Den hatte ich heute beim Fahren als Ohrwurm. 









Text und Fotos: Dennis


Unterstütze mich über meinen Amazon Affiliate Link. 

Schwierigkeiten beim Kommentare schreiben? Hier wird dir geholfen



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank für deinen Kommentar.