01.07.2018

Roskilde-Festal: Day 1. I´m a Loser.





Ich kann nicht schlafen. Es ist halb 5 am Morgen. Die Nacht ist es schon wieder nicht richtig dunkel geworden. Müde bin ich schon. Es ist sogar recht leise. Mehr wie sechs Stunden Schlaf werden es aber in den letzten Tagen nicht. Ich hoffe das liegt nicht an irgendwelchen Wasserlinien. Ich träume auch jede Nacht so seltsames Zeug. 


Den anderen im Camp geht es ähnlich. Was das wohl noch wird die Woche. 

Dieses Jahr gibt es auch etwas neues für mich. Ich habe öfter mal Hunger. Wahrscheinlich muss ich mich in der Küche doch wieder mehr einbringen. Wenn schon nicht für alle, dann doch wenigstens für mich. Oder ich lasse meine Kredit-Karte was kochen und gehe essen. Auch eine gute Idee. Aber ich habe mein Festival-Band noch nicht. Und das bekomme ich auch erst am Montag. Dann kommt Bärbel und die hat die Karten. Ist ja auch nicht mehr lange hin. 

Mir fällt ein, daß ich von Weisswurst geträumt habe. 

Man gut, daß ich noch ein paar Dosen dabei habe. Das wird heute mein Frühstück. Aber noch ist es dafür zu früh. Ich war gerade draussen. Alles ist noch voller Frühtau und es ist eh noch zu früh. 

Die Jodel-Brothers stehen neben mir. Ich habe es heute morgen um 9:00 Uhr gemerkt. Bis auf den Jodelsong sind es nette Jungs. Ich dachte ja es sind Schnacker. Von wegen keiner schafft mehr als 4 Kurze von deren Selbstgebranntem. Ja, ja, schon tausend mal gehört. 3 Leute sind am ersten Tag schon K.O. gegangen. Mit weniger als 4 Schnaps. Die Jodler sind aber darauf vorbereitet. Sie haben einen großen Bollerwagen dabei und fahren die Leute dann nach Hause damit die hier nicht alle besoffen in der Sonne rumliegen. Sehr fürsorglich. 

Heute war eine „Roskilde Camp of the Year“- Kommission hier im Partylöwen Camp. Wir sind nominiert worden für das Camp of the Year (Team). Das Amish Camp war es vor zwei Jahren. Ich war darauf nicht richtig vorbereitet und die Nominierung war überraschend. Ich habe jetzt keine Erwartungen daran. Aber es wäre natürlich schon eine große Nummer für das ganze Camp. Besonders da Coffee-Maik jetzt die Leitung von mir übernommen hat.   

Ich habe dieses Jahr den Lounge-Bereich. 

Also den HBM und das Tarp davor. Es gibt Schatten. Es ist nicht laut. Die lauten und besoffenen sind im Küchen-Zelt und können sich daneben benehmen. So gefällt es allen am besten. Eine weitere Bereicherung des Camps. 

Was mir in beiden Camps gut gefällt ist, dass hier zwar stark gefeiert, aber dafür wird auch regelmässig aufgeräumt wird (meistens Morgens) und alles so weit es geht sauber gemacht wird. Wirklich toll. Die Leute werden hier zu Recht darauf hingewiesen, wenn sie mit Absicht was auf den Boden schmeissen. Sowas gibt es auf den meistens Festivals ja nicht. Leider ist es hier auch nicht überall so. Die Tage mache ich mal Fotos auf dem Campingplatz. Die schaffen es in wenigen Minuten die Koppel komplett zu verwohnen. 

Dänemark spielt heute und gefühlt wollen sich es alle anschauen. Ich habe da keine Lust zu. Eigentlich ein guter Zeitpunkt um wir was zu kochen. 

Wiesel aus der Schweiz kommt vorbei. Sein Powernap war ganz gut und er schlägt vor einen Wurstsalat zu machen. Natürlich nach Schweizer Art. Klar. Das ist genau mein Ding.  

Die Dänen haben das Fussballspiel verloren. Kurz danach ist wieder Action auf dem Campingplatz und das Amish-Camp spielt Loser von Beck. Sehr sympathisch. Selbstironie hat noch nie geschadet.  


























Text und Fotos: Dennis und Ulli.


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