09.07.2018

Roskilde-Festival: So hat es sich angefühlt.


Ich bin wieder vom Festival in Roskilde zu Hause und das mit sehr gemischten Gefühlen. 

Aber lies es bitte selber wie es mir ergangen ist und wie meine Gefühle zu dem Festival sind. 



Also das Roskilde-Festival ist für mich ganz klar die Mutter aller Festivals. Da können sich alle anderen Festivals was von abschneiden. Besonders die großen in Deutschland. Ganz kleine Festivals kommen da schon sehr nah dran. 

Mein persönlicher Höhepunkt war, dass Leute Gänsehaut bekommen und anfangen zu weinen wenn ich mich verabschiede und nach Hause fahre. Das geht mir natürlich sehr nah. 

Ich habe auch neue Freunde gefunden. Dänische. Bei der Nähe zum Amish-Camp bleibt das zum Glück nicht aus. 

Ein Musik Hightlight hatte ich nicht. Für Nick Cave war ich nicht in der richtigen Stimmung. NIN hat mir wegen der Lichtshow nicht gefallen. The Clutch war gut. Da hat es mir gefallen das ich schön weit vorne und ohne Gedränge stehen konnte. Die Frau aus Pakistan hat mir auch gut gefallen. Irgendwas mit H war ihr Name. Nachmittags. Im Zelt. 

Ich habe im großen und ganz sehr wenig Bands gesehen. Sonst war ich immer schonmal Nachmittags auf dem Festival Gelände und habe mir da was angesehen aber dafür war es mir jetzt einfach zu heiss und zu staubig. 

Ach ja, der Staub. Das war auch schlimm. Bei uns auf dem Caravan Platz war es nicht so ein Thema. Aber in „Bangladesh“ also den Zeltplätzen war es schlimm. Richtig schlimm. Diese Mischung aus Staub und Pisse kann einen nur Krank machen. Nicht umsonst haben fast alle Halsschmerzen und Schnupfen bekommen. Ich natürlich auch. Ingwer Tee mit Honig und Zitrone war der Renner. 

Was mit nicht gefallen hat waren die ganzen besoffenen. Also nicht die Besoffenen allgemein. Sondern die in meiner unmittelbaren Nähe. Also bei mir im Camp. Es ist halt einfach nix wenn man morgens um 10:00 Uhr drei Anläufe braucht um einen Satz auszusprechen der eh keinen Inhalt hat. 
Man kann ja mal was trinken. Aber sich mit Anlauf so zu zuballern. Das brauche ich ja nicht mehr. Ich kann also sagen das mich 4 Jahre ohne Alkohol Konsum deutlich verändert haben. 

Was mir auch nicht so gut gefallen hat ist, dass immer dann wenn das Essen fertig war mit mal ganz viele Leute bei mir unter dem Tarp sitzen wollten. Ja, klar kann man ja mal für alle Kochen. Das habe ich auch gemacht. Ne Gemüsepfanne für 20 Leute ist ja kein Problem. Blöd ist es dann nur wenn die meisten nix mitbringen und man dann auch noch auf den Kosten sitzen bleibt und man danach auch noch ne Müll wegräumen muss. Weil Leute es nicht schaffen mal eben aufzustehen und 3 Schritte zu gehen um den Pappteller in eine Tonne zu schmeissen. 

Und was auch schlimm ist wenn man das denn irgendwann raus hat wer nix mitbringt. Also nach ein paar Jahren Festival. Nicht nach zwei Tagen. Dann bekomme ich schon einen dicken Hals wenn ich die nur sehe. Und es wird dann von Jahr zu Jahr schlimmer. Irgendwann ist es dann soweit das die dann ohne zu fragen schon an den Kühlschrank gehen. 

Natürlich war nicht alles schlecht. Es gab auch Leute wie Ulli die jeden Tag zum Einkaufen gegangen sind und immer frisches Zeug mitgebracht haben. Oder Garfield der mindest ein mal am Tag alles aufgeräumt hat. Aber warum sind es immer die Selben die das machen? 

Also wenn ich noch mal zu dem Festival fahren sollte dann ganz ohne Gruppen Bindung sondern irgendwo für mich alleine. Camp Clean, Silence and Sobar. 

Die Duschen auf dem Festival haben 3,36 € gekostet. Man konnte so lange Duschen wie man wollte. Es gab Einzelkabine und das Wasser war warm. Eigentlich Super. Wenn nicht den halben Tag eine mega lange Warte Schlange davor gewesen wäre. 
Ich hatte ja zum Glück die Wassersäcke von der Wasserziege mit. Da war das Wasser auch warm bis heiss. Die langen ein paar Stunden bei mir auf dem Dach und dann kann man auch zwei mal pro Tag den Staub abspülen. Das es da keine Einzelkabinen gab muss ja nicht ein Nachteil sein. 

Wenn man vielleicht raushört hatte ich schonmal bessere Jahre auf dem Festival. 

Was mir auch gut gefallen hat, ist das die Koppel am Sonntag Mittag so sauber ist wie einen Tag vor der Anreise. 

















Text und Fotos: Dennis 

Fotos: Bex (6), SH Luftfoto (2), Jesper Bjarke (2), Ulli (2)


Unterstütze mich über meinen Amazon Affiliate Link. 

Schwierigkeiten beim Kommentare schreiben? Hier wird dir geholfen



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank für deinen Kommentar.