10.08.2018

Mein Abschied aus Polen und wie ich fast nicht nach Hause gekommen wäre.


Es ist Donnerstag Nacht. Ich liege im Auto. Draussen ist Sturm. Hin und wieder knallt was gegen das Auto. Ich hoffe das es dicke Regentropfen sind. Ich bin wieder in Deutschland. Herzlich willkommen. Aber nun mal ganz von vorne. 
Gestartet habe ich den Tag mit Rühreiern aus der Muurikka. Das letzte Frühstück mit Stephan und Jule. 
Wir verabschieden uns kurz vor Mittag und fahren getrennt weiter. Für mich soll es nach Penemünde gehen. Freunde besuchen. 

Auf den Strassen ist nicht viel los. Das Navi führt mich über kleine Strassen Richtung Westen. Ich mag es ja zu fahren wenn nicht viel los ist. Dann kann ich schön nachdenken. Was muss zum Beispiel alles am Defender gemacht werden, wenn ich wieder zu Hause bin. 

Das Zündschloß muss mal wieder neu und das Magnetventil auch. 
Und es gibt so Vibrationen im Auto. Ich habe die Kardanwelle im Verdacht. Ich bin mir nicht sicher ob die ausgewuchtet ist. Und ob da irgendwas nicht stimmt. Die Kreuzgelenke habe ich ja in Spanien schon mal neu gemacht. (Link zur Story) Das kann es eigentlich nicht sein. Vielleicht sollte ich mal eine doppelgelenkwelle für vorne besorgen. Durch die Höherlegung entsteht da oft erhöhter Verschleiss weil der Winkel der Welle sich ändert. Das machen viele gleich mit wenn sie das Fahrzeug höher legen. 

Aber erstmal besorge ich mir im Supermarkt was zu essen. Es gibt noch mal Kielbasa und ein Weissbrot. Kann ich sehr gut bei der Fahrt essen. 

Ca. 20 Kilometer vor der Grenze gibt es einen Knall. Ich fahre gerade durch eine kleine Ortschaft und bin kurz hinter einer Kreuzung. Das Geräusch kommt ganz klar vom Defender. Es ist unter dem Auto. Vortrieb ist weg. Und es ballert noch zwei mal bis ich zum stehen komme. Mein erster Gedanke: Antriebswelle. 
Ach du Scheisse. 
Ich springe aus dem Auto und schaue drunter. Ja recht gehabt. Das Kreuzgelenk ist durch. Die Welle hängt runter. 
Na toll. Dann fahre ich noch ein paar Meter an den Strassenrand um besser schrauben zu können. 

Als erstes mache ich die Haube und die Heckklappe auf damit jeder sieht das ich eine Panne habe. Dann die Werkzeugkiste raus. Was war das noch mal für ein Schlüssel? 14 oder 15. Ach ja so ein Zoll Mass. 

Wie ist der Plan? 

Erstmal ziehe ich das Stück Welle raus das lose ist. Auf der einen Seite kann es so bleiben und auf der anderen Seite muss ich noch den Antriebswellenkopf abschrauben. Ich entscheide mich spontan gegen eine Reparatur vor Ort obwohl ich neue Kreuzgelenke im Auto habe. Ich sollte ja auch mit Heckantrieb nach Hause kommen. Und wenn ich die Sperre reinmache dann sollte es auch wieder Vortrieb geben. 
Eine halbe Stunde später ist wieder alles eingepackt und ich bin für eine Probefahrt bereit. 

Es klappt so wie ich es mir vorgestellt habe. Fühl sich aber ganz anders an. Hatte nicht gedacht das es so einen Unterschied macht. 







Text und Fotos: Dennis


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