09.08.2018

Polen: Heute geht es nun aber echt mal weiter. Versprochen.


Wir saßen gestern am Frühstückstisch und haben darüber gesprochen was wir nun so machen.

Also, man könnte etwas weiterfahren, dann wäre die gesamte Strecke zum Wochenende nicht so lang. Ja, ok gute Idee. Ja, und dann noch eine Nacht in Polen bleiben. Ja schau mal hier auf der Karte gibt es aber wenige Seen in die Richtung in die wir wollen. 
Ja, weiss man ja auch nicht was man da bekommt und ob wir auch so schöne Plätze finden. 
So einen wie diesen finden wir nicht so schnell wieder. Ja, dass stimmt. Was ist denn wenn wir nachher mit dem Defender in die Stadt fahren und einkaufen. Einer von euch kann mit. Wollen wir noch eine Nacht bleiben? Ja. Ja. 

Also fahren Jule und ich in die Stadt. 

Baumarkt und Supermarkt sind angesagt. 

Im Baumarkt holen wir Regenwürmer. Und im Supermarkt was zu essen. 

Ich schlage Jule vor, auch mal zu fahren und wir nehmen extra noch ein paar Feldwege mit. Sie macht das wirklich gut und es gelingt ihr besser als Reiskochen. 

Als wir zurück kommen haben wir Besuch. 4 junge Polen sind mit Fahrrädern vorbeigekommen. Zum Schwimmen und Kielbasa auf dem Feuer braten. 

3 Jungs und ein Mädchen. Ich denke die sind alle schon 16 Jahre alt weil die rauchen. Aber teilweise sehen die noch etwas jünger aus. 

Leider sprechen die kein Englisch und wir kein Polnisch. Aber trotzdem kommen wir uns näher. Jeder bietet dem anderen etwas an. Ich helfe beim Feuermachen. 

Bei uns gibt es einen großen Pott Eis und dann backt Jule noch ein Brot. Diesmal soll es mit Körnern sein. 
Ok. Jule macht den Teig. Ich das Feuer. Stephan angelt. 

Die Körner röste ich in der Muurikka kurz an. Dabei ist die Pfanne so heiss, das die Körner leider etwas viel Farbe bekommen. 
Der Teig von Jule wird super. Wir geben unten in den Dutch-Oven etwas Mehl damit es nicht so leicht anbrennen kann. Und wieder viel Oberhitze. 

Es sieht richtig gut aus. Leider war ich diesmal mit der Hitze von unten zu sparsam bzw. Die Mehlschicht war zu dick. Wir legen das Brot dann noch mal kurz, mit viel Hitze von unten aufs Feuer. 
So langsam bekommen wir den Dreh raus. Wir müssen halt noch öfter Brote backen dann wird es jedesmal besser. 

Die jungen Leute verabschieden sich alle mit Handschlag. Dabei räumen sie ihren Müll zusammen. Wissen aber nicht so richtig wohin damit. Ich biete ihnen unsere Mülltüte an. Ja gute Idee. Dann verabschieden sie sich nochmal und wollen auf den Fahrrädern sogar noch unsere Mülltüte mitnehmen. Das lasse ich aber nicht zu. Die fahre ich lieber mit dem Defender zur nächsten Tonne. Insgesamt waren die sehr nett und höflich. Damit hatten wir gar nicht so gerechnet und sind positiv überrascht. Es steckt natürlich noch Hoffnung in der nächsten Generation. 

Abends soll es dann Bratkartoffel und Eier geben. Ich nehme dazu drei große Süsskartoffeln. Schäle die. Halbiere die. Dann in dünne Scheiben schneiden. Bei nicht zu großer Hitze in Butter anbraten. 
Die Zwiebeln erst gegen Ende rein. Temperatur langsam erhöhen und zum Schluss noch ein paar Eier mit unterrühren. Gewürze: Salz, Pfeffer und Muskatnuss. 
Es hat allen geschmeckt und es war eine gute Alternative zum Reis. 

Stephan hat gestern eine Schleie gefangen. Leider untermassig und wir hatten auch gerade gegessen. Es gab einige Bisse auf Wurm. Blinkern hat gar nix gebracht. 

Heute soll es dann aber echt mal weiter gehen. 

Aber erstmal Frühstück. 

Es soll die Reste vom Brot geben und Rühreier. 

Für mich geht es dann heute nach Penemünde. Das sind gute 250 Kilometer von hier. 

Ich werde da ein paar Freunde besuchen. 



















Text und Fotos: Dennis


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