07.08.2018

Polen: Ich komme hier irgendwie nicht weg



Gestern war ich erstmal Einkaufen und den Müll wegbringen. Die nächste Stadt heisst auf deutsch Neustettin. 

Im Supermarkt habe ich der Metzgerfrau versucht zu erklären was ich möchte. Die hat polnisch mit mir geredet und ich englisch. Ist aber kein Problem. Ich zeige auf etwas und mache mit den Fingern Zeichen für die Menge. Klappt gut. Ich komme sogar fast in einen Kaufrausch. Es gibt Wurst. Kielbasa sagen die hier dazu. Ein dutzend verschiedene Sorten. Alle sehen aus wie selbst- und von Hand gemacht. Nicht so wie bei uns. Ich kaufe immer 2 Stück und probiert 4 verschieden Sorten. 
Dann gibt es Hähnchenkeulen. Ich bestelle 6 Stück. Die lassen sich ja super im Dutch Oven auf dem Feuer machen. 
Jule und Stephan haben ihren Besuch für heute angekündigt. Das sind die mit dem LT Wohnmobil. Ich kaufe mal nicht mehr ein. Die bringen ja sicher auch was mit. 

Nebenan ist auch noch ein Baumarkt. 

Ich erweitere noch meine Angelausrüstung. Bis jetzt kann ich ja nur auf Friedfische angeln. An dem See mit dem Steg sind aber ohne ende Raubfische aktiv. Ich kaufe also mal 3 verschiedene Blinker. 

Dann schaue ich mir noch ein wenig die Leute auf dem Parkplatz an. Suche nebenbei auf dem Garmin Navi einen neuen möglichen Stellplatz. Die Stellplätze gleiche ich mit den Satellitenfotos auf meinen Telefon ab.  

Ich finde eine Lichtung die sehr erfolgsversprechend aussieht. 

Gar nicht weit weg. Leute habe ich genug beobachtet. Ich fühle mich ja ein wenig wie in dem Film „The Beach“  Da sind die Leute auf einer einsamen Insel und hin und wieder müssen welche von denen in die nächste Stadt und einkaufen. Das ist denn so als wenn die in eine andere Welt kommen. 

Die Lichtung ist einfach zu erreichen und der Weg dahin ist harmlos. 

So ist aber auch das Ergebnis. Die Lichtung ist voll mit Campern die es sich da richtig häuslich eingerichtet haben. Auf den ersten Blick sieht es so aus als wenn es Polen sind. Da will ich mal nicht lange stören. Schnell ein Foto aus der Hüfte geschossen und wieder weg. 

Es gibt hier ja Stellplätze ohne Ende. 

Der nächste ist nur ein paar Meter weiter. Macht auch einen viel besseren Eindruck. Leider ein Verbotsschild, dass Campen nicht erlaubt ist. 

Ich finde noch 3 schöne Plätze im Wald. Alle aber nix für ein LT Wohnmobil. Um mit einem Defender dorthin zu fahren aber richtig schön. Das meiste geht alles im 2. Strassengang. Also eher ganz easy. 

Dann denke ich warum da wohl so Äste auf dem Weg liegen und schon sacke ich ein. Oh, Mist. Untersetzung rein. Sperre rein. Rückwärtsgang. Und los. Der Defender bewegt sich rückwärts. Ruhe bewahren. Solange er sich bewegt geht es weiter. Überblick verschaffen. Es gibt Winsch-Bäume. Und das Modderloch ist nicht sehr lang. Vorwärts würde es auch gehen. Aber es geht auch Rückwärts. War aber knapp. 

Ich bin wieder draussen und finde einen Platz zum Wenden. Wenden in 7 Zügen, wie mein Fahrschullehrer es formuliert hätte. 

Endlich mal Action. 

Aber einen passenden Stellplatz gibt es deshalb trotzdem nicht. 

Ich spreche noch mal mit den beiden. Wir kennen uns ja noch gar nicht und ich möchte rausfinden was wirklich wichtig ist. Platz am Wasser und nicht so viele Menschen. Am besten gar keinen anderen. Sie haben einen Hund dabei und der ist noch etwas schwierig mit Fremden. 

Hmm, ok. Bekommen wir hin. 

Was ist den mit dem Platz, mit dem Steg? Da müsst ihr das Auto ca. 100 Meter vom Wasser weg stehen lassen. Der ist aber super. Und genau so wie Ihr euch das vorstellt. Ja, ok. Bis später. 

Wir haben einen super Abend. Ich habe eine menge Hähnchenbeine für mich. Die beiden sind Vegetarier. 

Es gibt dann noch ein Chili mit Reis. Schön scharf und ich werde eingeladen. 

Zur Nachspeise dann noch zwei Schokobananen, die ich mache. 

Wir geniessen es, dass wir mal jemanden anderen zum Reden haben und am Feuer lässt es sich lange aushalten. 

Ich denke wir werden hier noch einen Tag zusammen bleiben. Soviel zum das es endlich mal weiter geht. Sonst halte ich es ja auf einem Platz nicht so lange aus. Aber mit zwischendurch andere Plätze suchen oder zum Einkaufen fahren geht es. Der Lagerkoller bleibt aus. 











Text und Fotos: Dennis


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