20.09.2018

Gastbeitrag: Von Austernfischern und Wanderfalken.






Ein ganz normaler Donnerstag, nun ja fast normal, ich habe Urlaub und bin seit 8 Tagen mit dem Defender unterwegs. 
Wenn man an Defender-Urlaub alleine (in meinem Fall nicht ganz alleine, da wäre ja noch der Hund, Veli) denkt, mit allem was dazu gehört, kommt einem natürlich sofort Himmelblaumatt in den Sinn und so war bei der Planung schnell klar, da könnte man sich ja zusammen tun. 

So landete ich also schon gestern hier, und da der HBM noch auf ein Ersatzteil warten musste, wurde spontan entschieden heute mit dem nicht Himmelblaumatten sondern Schwarzen Defender meiner Wenigkeit und Dennis auf dem Beifahrersitz loszufahren. Die Frage ob er ein guter Beifahrer sei wurde zwar nicht unbedingt auf Anhieb zu meiner Zufriedenheit beantwortet aber das war mir relativ egal. 
So gab es eine kurze Planung am Morgen und los ging es. An der Tankstelle noch einmal Tanken damit nicht irgendwo im Nirgendwo der Diesel ausgeht. Alles war sicher, Dennis an Board, Hund an Board sowie einige Dänische Kronen für den Hot-Dog wenn wir da sind. Es kann also gar nichts schief gehen.
Es ging durch schöne Landschaften Richtung Norden, in dem das Wetter dunkel aussah, sehr dunkel. Aber wir sind ja nicht aus Zucker. 
Bei einem Metzger hielten wir an um Fahrwurst zu kaufen, welche leider gar nicht mal so gut war. Die Begeisterung hielt sich in Grenzen, der nächste Metzger konnte dann aber Überzeugen. Seine Fahrwurst (in dem Fall Wiener, die man eben gut beim Autofahren essen kann) war sehr lecker. Ich wurde aber gleich belehrt mich zurückzuhalten mit dem Essen weil es in Dänemark so viel leckere Sachen gibt, die ich Probieren muss. Gesagt getan, wir haben uns zurückgehalten und nur circa 3kg Wiener plus 4kg Quarkbällchen vom Bäcker pro Person gegessen.
Die Reisegeschwindigkeit wurde von den LKWs vor uns bestimmt und betrug ganze 60 Km/h. Immerhin spritsparend aber ansonsten nervte es eher. Die Kontor CD im Radio fand keinen großen Anklang. Der Kühlschrank brummte und kühlte das Fleisch vom guten Fahrwurst-Metzger, dass zum Abendessen vorgesehen war. 
Wir erreichten einen kleinen Grenzübergang und schon war Dänemark erreicht. Das Feeling war gleich ein ganz anderes, asphaltierte aber schmale Straßen. 80 Km/h und wie erwartet Regen. Es nieselte vor sich hin. Endlich wurden die Insekten von der Windschutzscheibe gewaschen, die noch von der Herfahrt aus der Feldberger Seenlandschaft daran klebten. Man muss einfach immer auch ein bisschen positiv denken! 
Immer den Schildern nach Richtung Rømø. 
Aber warum ging es eigentlich nach Dänemark
Klar:  Autofahren am Strand, Hot-Dog essen, super leckere Sachen beim Bäcker futtern und Veli am Strand rumrennen lassen.
Zuerst ging es an den Touri-Strand, gekennzeichnet durch Weißware.  Und einiges mehr Menschen, wobei es sich mal wieder dank dem Wetter in Grenzen hielt.  
Wir fuhren etwas am Strand entlang möglichst ohne ständig durch Meerwasser zu fahren, die Karosserie wird es hoffentlich danken.  Es konnten weder Defender ausfindig gemacht werden noch festgefahrene Autos die Hilfe brauchten und so durfte Veli eine Runde über den Strand rennen und etwas Meerwasser schlürfen. 
Es war windig und nasskalt aber auf seine Art trotzdem schön. 
Genug am Strand, der Bäcker ruft. Und ja Dennis hatte recht, der Kakao schmeckte lecker und die anderen Sachen auch. Im Sommer wenn richtig was los ist muss man bei dem Bäcker sogar eine Nummer ziehen, dass wurde uns heute aber erspart da wir fast alleine waren. Ob es am Wetter lag? !
Jetzt sollte es zu dem ruhigeren Strand gehen, kurzer Schock an der Abfahrt zum Wasser (dort wo der Asphalt endet und der Spaß beginnt) ein neongelbes Schild das über Schussübungen vom Militär aufklärte und absolutes Verbot den Strand zu betreten. Na toll. Schön wars. Aber wer lesen kann ist klar im Vorteil, die entsprechende Flagge war nicht gehisst, also nix wie los. Wir konnten die „ Schuldigen“ noch beim zusammenpacken sehen, aber auch hier: keine Defender…
Es ging durch etwas tieferen Sand, es gibt wohl Offroader die es schaffen sich in unter solchen Bedingungen festzufahren, wie das geht weiß ich nicht, aber es wurde erzählt. Es handelte sich jedenfalls um schöne Sandwege mit ab und zu ein bisschen Wasser. Luftdruck war normal und auch sonst nichts zugeschaltet und trotzdem fuhren wir uns nicht fest. Das war schön, nach kurzer Zeit hielten wir an den Holzpfeilern die die Weiterfahrt in Richtung Meer untersagen. 
Nun ging es noch ein paar Minuten zu Fuß, Veli hatte Spaß, kein Mensch in der Nähe. Es nieselt immer noch. Am Meer sammelte ich einige Muscheln für die Daheimgebliebenen und Dennis half mir. Es lag kaum Müll am Strand, trotzdem sammelte ich 2 Stücke auf um sie später in die Mülltonne zu werfen. Außerdem fand ich ein großes Tau, perfekt, das muss mit. Es roch etwas streng und war voller Sand und Muscheln aber für was gibt es einen Dachträger, Spanngurte waren auch in ausreichender Menge vorhanden. Also Tau zum Defender geschleppt, aufs Dach gepackt und gesichert. Sieht cool aus, jetzt habe ich auch ein Bergeseil dabei…
Gerade fertig müssen wir die Köpfe einziehen, ein Wanderfalke der von einem Artgenossen gejagt wurde suchte Schutz zwischen Dachträger und Auto. Sein Jäger flog hektisch ums Auto. Nach einigen Sekunden verschwanden aber beide und es ging weiter, auf der Rückfahrt zur Zivilisation noch eben eine Instastory hochgeladen und dem Hotdog stand nichts mehr im Wege.
Im Hafen von Havneby gabs dann den Hot-Dog und wir kundschaften noch einen Stellplatz direkt am Wasser aus. Dieser scheint uns aber sehr ungeeignet da man durch ein großes eisernes Tor fahren muss. Auf dem Weg zur Straße zurück läuft uns ein Austernfischer über den Weg und ich gebe mir Mühe ihn nicht zu überfahren, was mir auch gelingt, schöne Tiere in Dänemark. 
Auf dem Weg zurück nach Deutschland stand jetzt nur als Stop ein Supermarkt an um Kakao und Schokolade für Zuhause mitzunehmen.  
Über einen kleinen Grenzübergang, an dem diesmal sogar die Dänische Polizei stand die aber nichts von uns wissen wollte, ging es zurück. Es kam sogar noch ein wenig die Sonne raus. Leider gaben wieder die LKWs die Geschwindgkeit vor. Nun war nur noch Zuhause ankommen und ein verspätetes Schläfchen halten der Plan. Frische Luft macht Müde.















Fotos: Dennis

Text und Fotos (2): Kyra 


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