25.11.2018

Jakobsweg, Lachs und theoretisches Klettern.


Ich habe gut gegessen und der Tag war auch ok. Viel Strecke habe ich auch gemacht. Aber irgendwie weiss ich nicht was ich heute schreiben soll. 


Am Strand hatte ich einen ganz guten Platz. Die Surfer sind schon alle Heim gefahren. Es war niemand mehr da. Also habe ich mich weit nach vorne gestellt. Da gibt es so Tische und Bänke. Wenn nix los ist kann man das schon mal machen. 

Als ich gerade am Essen bin (700 Gramm Lachs, Pfeffer und Salz) kommt so ein Bushipster-Pärchen mit Kind an. Und stellen sich genau vor mich, in meine Aussicht aufs Meer. Warum bloß? 
Es ist echt Platz genug. Merken die das nicht? 
Als erstes gehen die dann mit dem Hund laufen. Wenn die doch eh laufen wollen dann hätten die doch auch wo anders parken können. 

Als sie wieder kommen kommt die Mutter und die kleine Tochter zu mir. Die Kleine möchte mir eine Muschel schenken. 
Leider können wir uns nicht so gut verstehen. Schade eigentlich. Die scheinen den Bus neu zu haben. Der sieht auch noch so neu aus. Der Mann ist genervt und die beiden räumen den ganzen Bus um. 
Damit das nicht den ganzen Abend so geht suche mich mal etwas feuchtes Treibholz und mache ein Feuer. Der Wind steht ganz gut. Willkommen im #Vanlife. Habt ihr euch wahrscheinlich anders vorgestellt bei den ganzen hippen Instagram Fotos der Bushipster. 

Die halten es ganz schön lange aus. 

Als es dunkel wird fahren die dann lieber wieder weg. Gute Idee. Dann kann ich ja auch endlich mal das trockene Holz auf die Feuerstelle legen. Ein Wasserkessel langt heute für die Wärmflasche

Zum Glück ist das der erste "Vorfall" auf dieser Tour. 

Es sollte ja den ganzen Tag regnen und ich habe mich auf einen Fahrtag eingestellt. Soviel Regen ist aber nicht gekommen. Trotzdem habe ich so 250 KM geschafft. 

Für morgen ist wieder Regen angesagt. Mal schauen wie weit ich da fahre. 

An einem Strand habe ich heute auch ein Klettergebiet entdeckt. Ich habe mir ausgiebig die Routen angesehen und denke das ich vielleicht auch eine geschafft hätte. Leider war niemand da der auch Klettern wollte. Schade. So ist es bei einem theoretischen Versuch geblieben. 

Eine Rasur war auch dringend mal wieder nötig. Ich hatte ja noch nie einen Bart und will jetzt auch keinen. 

Auf dem Jakobsweg bin ich scheinbar auch öfter unterwegs. Ich dachte ja das ist ein eigener Wanderweg. Aber die Leute müssen auch oft mit Sack und Pack auf der normalen Strasse laufen. Heute habe ich auch einige gesehen. Den Hype um den Wanderweg verstehe ich jetzt noch viel weniger als vorher. Es gibt doch so schöne Wanderwege die man sich nicht mit Autos teilen muss. 























Text und Fotos: Dennis


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Kommentare:

  1. Bei einem 900 km langen Wanderweg lässt es sich wohl einfach nicht vermeiden, dass auch mal die Straße gegangen werden muss. Dafür ist der größere Teil des Weges aber extrem schön, direkt am Meer, am Strand, durch den Wald, schöne Städte, alte Dörfer... und zwischendurch halt manchmal auch Straße. Aber ganz ganz tolle Gegend da oben, die gesamte Nordküste finde ich wunderschön

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  2. Hallo ZyLinda,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Schön das du hier mitliest. Ich glaube in Norwegen gibt es Pilgerwege die auch so lang sind und die ohne Strassen auskommen.
    Aber da bin ich jetzt ja nicht und ich wandere ja auch gar nicht :-) Schön ist es hier auf jedenfall.

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