19.12.2018

Kletterbegriffe, Wohnmobilmanieren und wie schön es doch sein kann.



Ich habe von meinem Lektorat ein paar Anmerkungen bekommen. Ich soll zb. mal Fachbegriffe vom Klettern erklären und wenn ich über neue Leute auf der Seite schreibe dann soll ich die mal kurz vorstellen. Ok. Ist angekommen. Danke für das Feedback. Wird gemacht. 


Also. Kletterbegriffe. 

Toprope ist wenn das Seil schon hängt und man da durch die ganze Zeit als Kletterer gesichert ist. Und zwar mit einem Seil von Oben. Wenn man dann fällt hängt man gleich im Seil. So wird oft in der Halle geklettert. Da sind die Seile dann immer da und man kann die benutzen. Für Anfänger super. Draussen am Fels hängen da natürlich keine Seile. Und wenn die hängen würden dann würde ich die glaube ich nicht benutzen. Ich kenne das Seil ja nicht. Also muss jemand ein oder mein Seil nach oben bringen. Das passiert im Vorstieg. Dazu gleich mehr. 
Oben wird das Seil dann durch das Top also durch einen doppelt abgesicherten Befestigungspunkt geführt und wieder mit nach unten gebracht. 
Dann sind beide Seilenden unten und es kann von unten gesichert werden. 

Vorstieg. Beim Vorstieg ist noch kein Seil am Berg oder an der Wand. Dann nimmt der Kletterer das mit hoch und befestigt es mit Expreßschlingen am Fels. Sobald das geschehen ist kann dieser auch von unten gesichert werden. 
Vorstieg ist eigentlich das was man so möchte wenn man klettert. Das „Problem“ ist da halt das man nicht die ganze Zeit von oben gesichert ist sondern immer nur vom letzten Befestigungspunkt und der liegt unter einem. Man fällt also in bestimmt Postionen ein wenig. Das ist auch nicht schlimm. Man ist dann ja gesichert. Aber für den Kopf ist es nicht so einfach. 

Exen.
Expreßschlinge.  Zwei Karabiner sind durch einen Riemen verbunden. Der eine Karabiner kommt in einen Bohrhaken an die Wand und durch den anderen Karabiner kommt das Seil. Man nimmt immer den selben Karabiner für das Seil damit nicht ein Grad am Karabiner das Seil unnötig beschädigt. 

Wenn du mal Begriffe nicht kennst dann schreib mir das ruhig in die Kommentare. Dann braucht das Lektorat nicht immer schimpfen. 

Ok, nun mal zu den Leuten. 

Klettern war ich mit Paulina und Mäd. Er aus der Schweiz. Sie aus Süddeutschland. Als sie mir das erzählen, sage ich das ich so ein Paar in der selben Konstellation letztens erst bei den großen Wellen in Portugal kennengelernt habe. (Link zu der Story) Dann kommt raus das die sich nicht nur kennen sondern beste Freunde sind. Wie klein die Welt doch ist. 
Die beiden sind mit einem blauen Mitsubischi Off-Road Bus unterwegs. Die beiden haben auch einen Blog. Link

Seit ein paar Tagen unterhalte ich mich auch immer mal wieder mit Maria und Felix. Roter T4 Bus. Selbstausgebaut. Sie kommen aus Erfurt und haben so ein Jahr Zeit zum Reisen. Die beiden Klettern und Bouldern. Wir haben zb. gestern zusammen am Feuer gesessen. 

Es ist wirklich toll euch alle kennenzulernen. Das macht mir den Aufenthalt hier sehr angenehm. Danke. 

Die Leute die hier klettern sind eh ganz angenehm. Man grüßt sich. Das gefällt mir ja immer sehr gut. Dann kommt man auch schnell ins Gespräch. Viele Leute schlafen in Fahrzeugen und sind dann ja schon auf zwei Arten ähnlich wie ich. Dann achten viele auf ihre Ernährung wie auch immer das aussieht. Arbeit ist meistens auch nicht so wichtig. Alle haben Arbeit wenn sie die haben wollen, aber viele finden Freizeit wichtiger. 

Also mal komplett andere Leute wie die Wohnmobilfahrer. Ja klar gibt es immer solche und solche und ich will jetzt auch gar nicht verallgemeinern. Es fällt mir nur gerade sehr positiv auf wie gut es mir dabei geht und wie gut es mir gefällt.

So ganz schön viel Gelaber!

Was gab es denn zu Essen? Ist ja auch wichtig. 

Frühstück in den Bergen. Kann ja eigentlich nur eins heißen. Weisswurstfrühstück. So habe ich jedenfalls heute morgen gedacht. Ja, war auch ohne Brezeln lecker. 

Mittag am Fels. Zwei Hände voll Walnüsse, mit Steinen zerschlagen. 

Abendessen bin ich noch unentschloßen. Das Feuer brennt. Der zweite Kessel mit heiß Wasser ist im Wassersack und macht mir einen warmen Rücken. Es ist halb Acht und irgendwie habe ich keinen Hunger aber irgendwie auch doch.  
Mal sehen was mir einfällt wenn ich fertig geschrieben habe. 

Ich war heute wieder am Fels. Wir sind zu dritt gegangen. Mäd und Paulina haben mich wieder mitgenommen. Wir hatten uns überlegt die einfachste Route am Fels rauszusuchen damit ich auch mal Vorstieg klettern kann. 
Das war eine im Dreier Bereich. Mäd also vorraus und das Seil hochgebracht. Dann bin ich im Toprope hoch um mir alles anzusehen und um abschätzen zu können ob ich es schaffe. 

Ich bin gleich oben angekommen. Ging. Eine Schlüsselstelle an der es etwas schwierig ist aber wird schon gehen. 

Ok. Dann das Seil raus und die Exen hängen lassen. Die kann ich ja wieder benutzen und brauche die nicht auch noch neu einhängen. Ist beim ersten Mal dann etwas einfacher und wird auch durchaus so am Fels gemacht wenn man schon länger dabei ist. 

Gut dann ich. Der Start läuft ganz gut. Ich komme ähnlich gut wie beim Toprope vorran.  An der Schlüsselstelle bin über der letzten Exe und mich verlässt der Mut. Kopfsache. 

Die Beiden helfen mir noch mit Vorschlägen und Tipps. Ich lasse es sein und werde abgelassen. 

Die Route ist für die beiden sehr leicht und sie nutzen die Chance um noch etwas für Klettern im Mehrseillängen Bereich zu üben. Also einen Standplatzbau. Ich nutze die Chance um nochmal in mich zu gehen. 

Danach will ich es nochmal versuchen. Es ist wieder nicht so einfach. Obwohl ich es ja schonmal bis nach ganz oben geschafft habe. 

Doch es klappt. Mäd ist über einen anderen Weg bis nach oben gekommen und beobachtet mich genau und gibt Ratschläge. Coaching am Berg sozusagen. Danke. Das hat mir sehr geholfen. 

Die beiden wollen jetzt noch deutlich schwerere Routen klettern und bieten mir an noch eine leichte Route mit mir zu machen. Ich habe aber für heute genug. Tolles Gefühl das auch geschafft zu haben und mir selber so zu vertrauen.  

Ich schaue den beiden noch etwas zu und gehe dann langsam zurück zum Parkplatz. 

Marie und Felix sind auch wieder da. Die haben eine Wanderung zum Gipfel gemacht. Bis auf den Nebel und das es so windig war, war es super. 

Der Parkplatz ist voll und ein Deutscher kommt bei mir an. Ob ich weiss welche Autos noch wegfahren. Ja der und der. 
Ok. Ob ich mich dann woanders hinstellen kann. Weil seine Freunde kommen ja auch noch und die wollen ja alle zusammen stehen. 
Als ich zum Defender will ist vor meiner Heckklappe erst mal Tisch und Stühle aufgebaut so das ich fast nicht an mein Auto komme. 

Was sind denn das für Wohnmobilmanieren hier? 

Als ich dann drei mal ums Auto gelaufen bin kommt auch mal einer auf die Idee ihr Zeug bei mir wegzuräumen. 

Na klar haben wir ja alle kein Anrecht auf irgendwas. Ist halt ein normaler Parkplatz. Denen steht nix zu und mir auch nicht. 

Ich habe bei den Leuten ein schlechtes Bauchgefühl. 

In der Zeit davor was es super aber seitdem ist irgendwas faul. Ich quatsche noch etwas mit den Erfurtern und entschliesse mich dazu ins Tal zufahren. Mir ist kalt und es ist windig. 

Im Tal ist es dann nicht mehr so windig dafür ist aber die Aussicht nicht so gut. Irgendwas ist ja immer. 

Naja nun sitze ich alleine am Feuer. Das ist auch mal gut. Ich habe Zeit zum Schreiben. 

Eigentlich wollten wir alle zusammen am Feuer sitzen und in der Murrikka Bratkartoffeln machen. Das vermisse ich jetzt. Aber ich höre auch den Wind pfeifen. Oben ist es bestimmt noch kälter. 

Morgen könnte es einen Pausetag geben. Muss ich aber mal schauen. 














Text und Fotos: Dennis


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