4 Länder, 3 Fortbewegungsmittel, 2 Menschen, 1 Ziel

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Frühes Aufstehen bin ich ja gewohnt. Zu gewohnt schon fast. 5:30 h aufwachen ist bei mir nix. Auch nicht am Wochenende. Das nervt auch mal.
Dass ich heute um 4:00 h aus dem Bett musste, war nun also keine große Herausforderung für mich. Pünktlich um 5:00 h steht das Taxi vor der Haustür und es kann losgehen. Ab zum Bahnhof. Dort soll um 5:35h der FlixBus Richtung Kopenhagen starten.
Erste – und Gottseidank auch letzte – schlechte Nachricht des Tages: gerade steige ich am Bahnhof aus dem Taxi, da erhalte ich eine Push Nachricht von FlixBus: Dein Bus verspätet sich um ca. 30 Minuten. Na suuuper! Ganz ehrlich: Frühaufsteher hin, Frühaufsteher her: die 1/2 Stunde hätte ich gerne länger geschlafen. Am Flensburer Bahnhof ist Morgens um diese Zeit Totentanz. Selbst der einzige Kiosk macht erst um 7:30 h auf. Ist ja Sonntag. Wochentag hätte mir aber auch nix genützt, da auch erst um 6:00 h. Also hinsetzen und warten. Nützt ja nix.
Um kurz nach 6:00 h ist es dann endlich soweit: Meine FlixBus Premiere! Der Bus ist OK, aber als ich reinkomme, wünsche ich mir, dass umgehend jemand NasoPax erfindet und mir zum Testen gibt. Au weia! Das nenne ich mal Bärenhölenaroma! Krass. Die müssen schon von weit herkommen. Ganz weit. Fragen kann ich nicht. Mein Sitznachbar pennt und pennt und pennt.
Egal, ändert am Ende ja nix. Da muss ich nun durch.
Ich sitze im Oberdeck ganz vorne. Habe ich mir so reserviert, weil ich bei meiner ersten Fahrt über die große Beltbrücke gerne den Blick genießen möchte. Feststellung: hat sich gelohnt.
Für den Rest eine unspektakuläre Fahrt und ich freue mich über die erfrischende Luft, als ich in Kopenhagen aus dem Bus eile. So, nun Ausschau halten nach dem HBM. Den Vorteil, ein Auto zu haben, welches man von Weitem sehr gut erkennen kann, weiß ich zu schätzen. Ich muss aus einer Seitenstraße einmal um den Bahnhof herum und dort entdecke ich dann Dennis und den HBM. Dennis hatte gerade Fahrwurst. Das kann er beim Begrüßungskuss nicht leugnen. Schnell noch am Laden auf der Ecke einen Kakao für ihn und ein Käffchen für mich und los geht‘s. Schön, wieder bei ihm zu sein!
Schnell sind wir in Trelleborg und machen da noch einen kurzen Abstecher in die umliegenden Dörfer. Nur aus Neugierde, wir haben Zeit. Mir fällt auf, dass hier viele, viele Pferde stehen.
Bevor wir zum Fährhafen fahren, packen wir noch ein bisschen den HBM um und gönnen und ein Eis. Außerdem müssen Lakritz für mich und Marabu Schokolade für Dennis ins Gepäck.
Dennis‘ Idee, dass wir uns spontan doch eine Kabine nehmen, ist gut. Er hat Recht damit, dass ich auch ganz schön müde bin. Immerhin waren auch die letzten Nächte vor Abreise eher kurzer Natur.
Wir liegen also zeitig – weit vor 18:00 h – in den Betten und versuchen etwas Schlaf zu finden. Dennis ist Einschlafprofi und innerhalb weniger Minuten weg. Mir ist das immer nicht vergönnt. Ich brauche immer eine Weile. Also kann ich euch sagen: Dennis schnarcht auch.
Wieder aufgewacht, haben wir noch gute 3 Stunden nach, aber irgendwie ist mit Schlafen auch nicht mehr.
Wieder an Deck haben wir auch wieder Handyempfang. Die gute Nachricht: SMS von meiner Mama: meine Hundeomi Tiffy hatte heute einen besonders guten Tag und ist 2x 1 Stunde spazieren gegangen. Ich staune immer wieder über sie! Also, wenn ich mit 100 noch so drauf bin, dann ist alles gut. Sehr gut sogar!
Endlich haben wir polnischen Boden unter den Rädern und wir glauben uns gut vorbereitet, hat Dennis doch bereits im Vorwege nach einem Stellplatz geschaut. Die Ernüchterung folgt auf dem Fuße: der vermeintliche Stellplatz ist non-existent.
Plan B, C, D und E folgen. Alle doof. Ja, ich gebe es zu: ich bin nicht nur unerfahren was sowas angeht, sondern gewiss habe ich auch größere Talente als Kartenlesen. Hoffe ich zumindest.
Nach 1 Stunde Sucherei ist es dann soweit und wir haben einen Waldparkplatz am Badesee gefunden. Schnell Bett fertig gemacht und gute Nacht!

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2 Gedanken zu „4 Länder, 3 Fortbewegungsmittel, 2 Menschen, 1 Ziel“

  1. Ich finde den HBM Blog mega…
    Es ist total witzig zu lesen.
    Ich hoffe auf noch viele Erlebnisse…
    ….und Dir liebste Netty, einen wundervollen Urlaub.

    • Danke, liebe Jenny! Das freut uns sehr zu lesen! Es werden bestimmt noch spannende Tage haben und diese werden wir gerne teilen! Viel Spaß beim Lesen und mache gerne Werbung bei den Kollegen – die können ja in der Pause mal ’nen Blick riskieren 😉
      GLG Nettchen & Dennis

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