Aufräumen am Strand.

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Auf Kanal Blokhus habe ich gelesen, dass letzten Dienstag jemand mit dem Auto bei einer Frau über Arm und Bein gefahren ist.

Ich habe mich die ganze Zeit gefragt wie das passieren kann. Hier ist doch Platz ohne Ende und es treffen sich hin und wieder mal zwei Autos. Aber dann ist ohne Ende Platz zum ausweichen.

Doch heute war mir klar wie sowas passiert. Die Leute parken alle möglichst dich an der Strandeinfahrt. Da ist zwischen den Autos kaum Platz für ein Handtuch. Ganz schön stressig wenn man da lang möchte. Ich muss die Augen überall haben. Nicht nur wegen den Bikinimädels. Warum die wohl nicht ein Stück weiter fahren, bis dahin wo nicht mehr so viel los ist.

Naja sollen die machen. 

Ich habe mir heute mal den Strand von Blokhus angesehen. Das ist dann ein bestimmter Abschnitt vom Strand. Die gehen alle in einander über. Von Løkken bis zum Militärgebiet. Da durfte man heute nicht fahren. Es waren Schießübungen. Es knallt da den ganzen Tag.

Was habe ich also heute gemacht? 

Es war bis jetzt der Tag mit dem wenigsten Wind. Also Strandtag. Na Klar. Ohne Drachen steigen lassen.

Morgens erstmal Frühstück beim Super Brugsen. Die Liebe ist da jetzt auch nicht mehr ganz so doll. Ich kaufe einfach normal ein.

Dann ab an den Strand. Ich habe mir eine Stelle gesucht wo auch etwas los ist. Damit es auch was zu gucken gibt. Aber das alleine ist auch zu langweilig. Dann habe ich mal geschaut ob es stimmt das meine Fernlichtrelais defekt sind. Ich hatte schon lange zwei Stück als Ersatz liegen. Heute ist der Zeitpunkt dabei zu gehen. Und tatsächlich. Das war der Fehler. Na großartig. Dann ist das ja auch aus der Welt.

Was noch? 

Das Gepäcknetz wollte ich schon lange mal aufräumen. Auch das ist jetzt dran. Also ein Handtuch ausgebreitet und alles darauf gelegt. Das sind einige Maschen durchgescheuert. Die flicke ich auch gleich. Dann steht eine Frau vor mir. Sie fährt den roten Transit dahinten und hat sich festgefahren. Ob ich helfen kann? Na klar. Aber nicht jetzt. Das dauert hier noch. Und wenn ich schon mal in der Stimmung bin was am Auto zu machen dann muss ich das auch ausnutzen. Also mache dir noch eine schöne Zeit am Strand, ich ziehe dich nachher raus.

Dann schneide ich alle Riemen vom Gepäcknetz ab. Die nerven mich auch schon lange und die sind eh über. Die Position des Netzes ist endgültig. Dann brauchen nicht auch noch meterweise Riemen runterhängen.

Mit weiteren Spanngummis sorgen ich dafür das sich nicht immer alles durcheinander ruckelt und ich packe auch nur ganz wenig wieder rein. Mal sehen wie lange das anhält. Ist alles gut geworden und ich bin stolz auf mich.

Dann steht ein Mann vor mir: “Du wolltest doch meine Frau abschleppen. Das hat sich erledigt. Wir haben es selber hinbekommen”

Na ok. So würde ich das jetzt nicht formulieren aber gut das ihr das hinbekommen habt. 

Ich probiere verschieden Stellplätze aus. Mal am Wasser um dann gleich reinzuspringen. Das ist ja schon toll wie klar die Nordsee hier ist. Da wo ich herkomme ist es ein schlammiges und dunkles Wasser. Da mag ich schon lange nicht mehr schwimmen. Zudem ist das Wasser ja die meiste Zeit eh nicht da.

Für die Hängematte hat es heute nicht gereicht. Dafür hätte ich auch Schatten gebraucht. Der Aufriss war mir dann doch zu groß. Mitgehabt hätte ich aber alles dafür. Vielleicht probiere es morgen mal aus.

Zu Essen gab es gar nicht viel. Frühstück. Tüte Chips. Eine halbe spanische Wurst in extra scharf und viel zu trinken.

Bergehilfe musste ich auch nicht geben. Das habe ich hier schon ganz anders erlebt. Die meiste Zeit ist der Strand hier fest und gut befahrbar. Die weichen Stellen sind gut als solche zu erkennen.

Zwischendurch hatte ich noch ein paar telefonische Kundengespräche. So geht der Tag dann auch schnell rum und jetzt kurz nach Acht bin ich richtig müde.

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