Es gibt Gäste und es gibt Andere.

| | ,

Mit dem Feuer ist das ja immer so eine Sache. Einige sind damit vertraut andere gar nicht. 

Mittlerweile sehe ich das sofort. 

Du bestimmt auch. Leicht entflammbare Klamotten an. Setzen sich gegen den Wind. Decken sich mit einer Polyesterdecke zu. 

Na ok. Das sind die Anfängerfehler. Hat jeder schon mal gemacht. 

Dann wird sich über den Qualm beschwert. Ja, kann man ja auch mal machen. Wird aber davon nicht besser. 

Was mir auffällt das Leute oft fragen ob sie sich dazu setzten dürfen. Das finde ich sehr höflich. 

Die Tage war es dann so, dass wir dann plötzlich eine große Gruppe geworden sind. Über zehn Leute. Die große Feuerstelle ist groß genug dafür also kein Problem. 

Dann ist mir aber noch mal ganz deutlich geworden das ich nicht über das Feuer reden mag. Also mit Leuten sprechen die auf der anderen Seite sitzen. 

Andre von der Feuerwehr sitzt neben mir. Wir unterhalten uns ganz leise und sind der selben Meinung. Wir verstehen uns eh sehr gut. Er sieht halt auch was ein Feuer braucht und wann man was nachlegen muss. Der ist draussen zu gebrauchen.

Also legen nur wir beide Holz nach. Das muss von einem Anhänger geholt werden der etwas abseits steht. Die anderen sehen das nicht. Ich glaube so funktioniert ein Feuer nicht. Jeder muss was dazu beitragen. Und damit meine ich nicht laute Geschichten über das Feuer zu erzählen. 

Schwierig so ein Abend. 

Ich fühle mich dann wie ein Alleinunterhalter. 

Na klar kann ich ja mal eine Runde Tee anbieten. Und es kann auch mal ein Gruss aus der Küche rumgereicht werden aber dann muss auch mal was kommen. 

Mit mir ist das vielleicht auch schwierig. Ich reagiere zum Beispiel nicht mehr auf Bier und Schnaps Angebote. Das macht es für viele sicher nicht einfacher. Da fällt denen nix mehr ein. 

Aber zum Glück ist das ja nicht immer so. Meistens sind die Abende und Nächte ja großartig. Da fällt jedem noch was ein und es wird aus dem Auto geholt. Dann wird es richtig spannend. Naja oder man legt halt einfach mal Holz nach. 

Den Jungen mit der Gitarre vermisse ich ja auch nicht. 

Ich denke gerade noch über die Formulierung von Steffi nach. Die hat die Situation so schön und passend beschrieben. Ich wollte mir es noch aufschreiben.  

Meine Taktik für solche Abende ist dann immer zwei Feuer zu machen. Ein großes für die Masse. Da können die dann auch laut reden und das kleine Küchen und Wärme Feuer bei mir. 

Naja was soll es. Es ist großartig hier und ich gehe gleich mal neues Holz holen. 

Und ich brauche hier immer noch eine Fotografin. 

Den Tag über hat es richtig geregnet. Soll zum Glück der letzte Regen für die nächsten Tage gewesen sein. Jetzt scheint auch wieder die Sonne. Ich sitze im T-Shirt draußen.

Die Feuerwehr hat ja ein Vorzelt und einen Ofen darin. Sehr praktisch an so einem Regentag. Das Holz haben wir fast noch vor Regenbeginn fertig bekommen. Also gab es nicht mehr viele Gründe das Vorzelt zu verlassen. Der Ofen brennt vor sich hin. Nebenbei stellen wir mal was rauf. So gab es ein schönes Weisswurst Frühstück. Brezeln können die hier in Wismar genau so wenig wie bei uns zu Hause. Schade. Muss wohl unheimlich schwer sein. Vielleicht kann sich da ja mal jemand mit Bäckereihintergrund in den Kommentaren melden.

 

Previous

WMAI: Camp Quaduxenbarg 2020

Wohnst du jetzt hier?

Next

Schreibe einen Kommentar