Gastbeitrag von June: Einkaufen im Defender in Himmelblaumatt

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Dänemark ist vielleicht das Klischeereiseziel vieler Deutscher, schaden tut es jedenfalls nicht. Wenn man dann Defenderfahrer/in ist und auf Campingplätzen den Urlaub genießt, ist es ganz natürlich mit Gleichgesinnten ins  Gespräch zu kommen. 

Ich kannte Dennis bis zum Abendessen nur von Erzählungen meines Vaters. Der hatte ihn mit meiner Schwester auf einer Defendermesse getroffen. Ich selber bin 20 und habe das Privileg in einem Auto das fahren gelernt zu haben, dem Jungs hinterher sehen (In unserer Gegend, wenn euch Braunschweig etwas sagt, sind Defender noch nicht so üblich wie beispielsweise in Hamburg).

Natürlich sind Defender nie kaputt und nie ganz heile aber als Reiseauto sehr praktisch. Die Tour nach Dänemark machen wir aufgrund unseres Kitesports/Kitebuggy fahren regelmäßiger. (Wer Spaß am Wind, Sand, Geschwindigkeit und Sonnenbrand hat, dem kann ich diesen Sport nur ans Herz legen).

Nachdem man sich Abends also bereits das Essen und Tee am Lagerfeuer geteilt hatte und bis in die frühen Morgenstunden über Reiseerfahrungen gesprochen haben. Wo Dennis natürlich um Nasenlängen voraus war. Trafen wir uns Morgens wieder am Strand von Vejers. 

Nach zwei Touren mit dem Buggy über den Strand nach Blavand, bot mir Dennis eine Mitfahrt im Defender an. Da sagt man nicht nein.

Auf schnurgerader Schotterpiste lerne ich das Fahrzeug in Aktion kennen. Das Motorengeräusch als Untermalung zu Dänemarks flacher, von Panzern durchwühlter Landschaft ist ein Fahrerlebnis, dass man mal gehabt haben sollte.

Dennis zeigt mir einen Hebel, der sich in Militärdefendern findet: Feststellmöglichkeit des Standgases.

In Kombination mit dem Untersetzungsgetriebe kann er das Auto also alleine aus dem Schlamm schieben. Praktisch. Auch erklärt er, wie man auf Schotterpisten richtig fährt: Dicht an entgegenkommenden Autos entlang, dann können aufgewirbelte Steinsplitter nicht die Scheiben, sondern nur Blech treffen. So etwas lernt man nicht in der Fahrschule. 

Das Auto ist dann auf dem überfüllten Parkplatz nicht zu übersehen. (Nicht jeder kann langweilige Autos fahren.)

Es heißt ja, man soll mit Hunger nicht einkaufen. Appetit ist sicher nicht verkehrt. Statt mit Einkaufszettel bewaffnet den Laden zu stürmen, um auch ja die Ersten an der Kassenschlange zu werden, erkunden wir erstmal das Sortiment. Abgesehen von einer Menschenmasse, die man sonst eher in Schwimmbädern zur Hauptsaison antrifft, finden sich schließlich Erdbeeren, Jogurt, Bananen, Schokolade, Nordseekrabben, Knoblauch, Brot und Tomaten in unserem Besitz. Klingt nicht nach einem Gericht? Stimmt wohl, ergibt aber einen langen Abend mit einer Vielzahl kleiner Gänge.

Nicht zu Übersehen. Dafür erhalten wir beim Verlassen des Parkplatzes die Bestätigung, denn es wird gegenüber vom Einkaufsladen, bei einer Kneipe, plötzlich laut. „Dennis!“ „Das ist Dennis!“

Wer da die Aufmerksamkeit auf sich lenkt?

Bekannte von Dennis, die uns auch prompt einladen, sich zu ihnen zu gesellen. Es wird sich ausgetauscht, was wen hierher verschlagen hat und weitere Treffen auf Partys geplant. Lange hält es Morten, Mikkel und Mette aber nicht auf den Bänken. Dennis Auto ist viel interessanter. Die Attraktion wird von den Reifen bis zum Dach inspiziert und kommentiert. 

Irgendwann müssen wir dann aber doch mal los, zurück zum Strand.

Sagte ich vorhin viele Gänge? Ich meine natürlich viele, viele Gänge.

Diese ziehen sich dann auch, lasst mich nicht Lügen, bis 1 Uhr nachts. Macht das erstmal nach! Die Geduld zahlt sich für Dennis und Markus kleine Gerichte aber aus. Auch wenn wir Geiern wie die Trolle auf Bilbo in „Der Hobbit“. Grillen mit Holz beim Campen macht wirklich was her. DANKE für die schönen Abende, Gespräche, Mahlzeiten und die Autofahrt Dennis. Ich hoffe man trifft sich mal wieder. Vielleicht hast du dann ja auch deinen ersten Vierleiner.

Ab hier sind die Fotos von Miu Hagen. Sie macht voll gute Actionfotos und mehr von ihr gibt es hier und hier

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Midsommer in Dänemark.

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