Irgendwie ist es doch alles ganz schön hier.

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Heute geht es mir hier deutlich besser. So langsam komme ich an und das Orangefeeling macht sich breit. 

Die Tages des Small-Talks sind vorbei. Endlich mal wieder Gespräche mit Tiefe. Natürlich wird auch viel rumgeblödelt. Aber das ist ja auch ok. Soll ja auch was zu lachen geben. 

Ich bin heute öfter mit „Du bist doch der mit dem blauen Auto, der nicht trinkt oder?“ Angesprochen worden. Ja bin ich. 

Heute war wohl der wärmste Tag des Festivals. Jedenfalls wenn die Vorhersagen so einigermassen hinkommen. 

Ich habe mir endlich mal wieder die Hängematte aufgebaut. Natürlich im Schatten der Bäume. Denen aus der Stadt war nicht klar wie super natürlicher Schatten von Bäumen ist und das es nicht zu vergleichen ist mit einem Zeltvordach. 

Naja so ist das halt wenn man das erste mal draussen ist. Mir ist im Wind fast zu kalt bei der Mittagsstunde geworden und das bei über 30 Grad. 

Also habe ich den heissen Tag ohne Sonnenbrand oder besondere Beschwerden überstanden. 

Leider bin ich in der Hängematte nicht darauf gekommen, mal zu schauen was fürs Bands heute spielen. Hätte ich mal machen sollen. Die anderen meinten später, dass mir ein oder zwei Bands ganz gut gefallen hätten. Naja morgen dann. 

Eine Überraschung habe ich heute auch erlebt. 

Der Weg zum Festivalgelände war wieder sauber. So als wenn nix gewesen wäre. Ich finde, das muss aber trotzdem nicht sein. Besoffen zu sein, sollte keine Entschuldigung dafür sein, seinen Müll einfach so wegzuschmeissen. Es stehen auf dem Campgelände über 2000 Mülltonnen bereit. Kann doch nicht so schwer sein! Seinen Kram dahin zu bringen oder in Säcke zu füllen und die an einen Weg zu legen. Die werden doch mehrmals täglich abgeholt. 

Es gibt viele Versuche den ganzen Müll zu vermeiden. Laut Veranstalter sind es über 2000 Tonnen jedes Jahr pro Festival. Eine sehr große Menge! In der Festival Zeitung wird dazu aufgerufen nix wegzuschmeissen. Sondern die Mülltonnen zu benutzen. 

Es gibt Aufrufe Ideen zur Müllvermeidung einzureichen. Ich hoffe, das bringt was. Vielleicht verstehen wir ja zur Zeit die jungen Leute nicht und wissen nicht warum die den Müll so wegschmeissen. Dann ist es doch gut wenn Vorschläge aus deren Reihen kommen. 

Niels aus Dänemark und ich treffen uns jeden Morgen zum Frühstück bei mir. Er bringt meistens seine Frau mit und dann trinken wir Tee und essen in aller Ruhe was. 

Dabei hat sich ein gewisses Ritual ergeben. Jeder erzählt seine guten und sein schlechten Nachrichten. 

Bis jetzt sind es eher gute Nachrichten. 

Meine war, dass ich gut geschlafen habe. Niels hat kein Kopfweh. 

Davon werde ich die Tage weiter berichten. 

Niels meinte, die Frühstücksitzungen sind ein wichtiger Punkt für ihn hier dieses Jahr wieder her zu kommen. Für mich fühlt es sich ähnlich an. 

Hoffentlich stolpert uns nicht dieses Jahr wieder ein Besoffener durchs Frühstück. 

Vielleicht machen wir nächstes Jahr mal was anderes und fahren nicht zum Festival. Aber das wissen wir jetzt natürlich noch nicht. 

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