Nettchen und die 7 Kerle

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What a day! What a great day!!!

Es war spannend, anstrengend, staubig, lustig, verwirrend, unterhaltsam, schweigsam, schön, zweisam, gemeinsam, einsam, weitläufig, hügelig, waldig. Und ein langer, aber nicht langweiliger Tag.

Nun ist es bereits 21:30 h, wir sitzen alle frisch geduscht am Feuer und warten, dass die Tanjine, welche wir eben auf‘s Feuer gestellt haben, endlich heiß wird.

Und halten Nachbesprechung.

Wie war das noch an den Wasserlöchern? Warum hatte Hauke den Rückwärtsgang vorm Wasserloch drinnen? Wollte er etwa doch kneifen? Und wie konnte es passieren, dass Dennis den HBM gleich am ersten Wasserloch so versenkt hat, dass ihm das Wasser in die Stiefel lief? Wie gut, dass der HBM mit Winch ausgestattet ist und wir auch sonst Bergematerial an Bord hatten, denn das kam heute mehrfach zum Einsatz.

Ich habe heute außerdem gelernt, was es bedeutet als Co-Pilotin Roadbook-Verantwortliche zu sein und zu navigieren. Dennis hat mir natürlich im Vorwege mehrfach erzählt, was mich erwarten wird und mir auch mal ein Roadbook gezeigt. Was das aber wirklich bedeutet, habe ich heute erst verstanden. Oder begonnen zu verstehen. Wow! Navigieren ist anstrengend, aber macht sehr viel Spaß! Unsere Technik hat uns schnell verlassen: keine GPS Signale mehr, also keine Tripmaster App, die uns die Distanzen von Punkt zu Punkt misst. Im Anfangs klar strukturierten Gelände, klappte es dennoch ganz gut, da ich die Entfernungen auch ganz gut schätzen konnte. Außerdem sind wir in einer vierer Gruppe gefahren, so dass wir uns auch an den Vorausfahrenden gut orientieren konnten. Für mich eine super Übung! Bei erster Ablöse des Führfahrzeugs war schnell beschlossen, dass wir mit dem HBM nach vorne gehen und ich den Navigator für die Gruppe geben soll. „Jungs, ihr seid mutig!“ habe ich den 7 Kerlen mehrfach gesagt. Aber, alle fanden, das sei eine gute Idee. Die Berliner, die mit ihren beiden Defendern mit uns gefahren sind, waren noch so nett uns ein vermeintlich funktionierendes GPS-Handy zu geben. Leider aber hat auch das schnell den Empfang versagt, so dass weiterhin Schätzen angesagt war. Angekommen in einer Heidelandschaft mit vielen kreuzenden Wegen, wurde das dann schnell zu einer echten Aufgabe. Es hat echt Spaß gemacht, war aber auch anstrengend und ich hatte auch ganz ehrlich wenig Meinung 4 Defender zu entführen… Das habe ich gottseidank dann auch nicht geschafft und nach einer Zwangspause am Wasserloch waren Hauke und Philip dann so nett an die Spitze zu gehen.

Ich habe selbstverständlich aber das Roadbook im Blick behalten, was auch sein musste, denn es war super staubig und trocken, so dass über die meiste Zeit die vor uns fahrenden Fahrzeuge kaum zu sehen waren.

Außerdem wollte und musste ich ja üben. Morgen geht‘s ja weiter!

Was das Gelände angeht, kann ich nur sagen: Offroad Fahren macht riesig viel Spaß! Dennoch hat sich auch immer wieder mein Reiterherz gemeldet! Was für ein Wahnsinnsgelände! Hier einmal mit Acomiro hin und Spaß haben! DAS wäre auch genau seins gewesen, als ehemaliges Vielseitigkeitspferd!

Wieder im Camp angekommen, erlebten wir noch eine böse Überraschung: es hatte hier im Camp geregnet, nicht aber unterwegs wo wir fuhren und mit Regen war auch nicht zu rechnen gewesen. Also hatten wir diverse Dinge, wie z.B. unsere Stühl, draußen gelassen. Das war dann alles frisch geduscht… Duschen war auch unser Stichwort: schwarze Brühe rann an jedem von uns herab. Wer spiel mit dem Schmuddelkind???   

Nun ist endlich gleich das Essen fertig und ich verabschiede mich.

 

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1 Gedanke zu “Nettchen und die 7 Kerle”

  1. Na das nenne ich mal eine artgerechte Landy Haltung, sieht nach einer Menge Spaß aus, sehr schön beschrieben, weiterhin viel Erfolg und ein glückliches Händchen beim navigieren
    LG Ingo Majonica

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