Wenn der Tag mit Fahrwurst beginnt…

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Ich bin auf einem Freitagmorgen noch zu Hause. Das ist in der letzten Zeit nicht oft passiert. Hat aber auch einen Vorteil. Ich kann zum Wochenmarkt und somit Fleisch und Gemüse kaufen. An den Ständen kennen die Leute meinen Namen und wissen was ich gerne kaufe. 

Die Fleischereifachverkäuferin hat ganz oft was besonderes für mich dabei und gibt mir davon die besten Stücke mit. 

Fahrwurst natürlich auch. Gleich ein Kilo. 

Sonntag muss ich schon wieder zu Hause sein. Wahrscheinlich schon morgens. Nachmittags noch etwas arbeiten. 

Also geht es nicht weit weg. 

Ich fahre an den See mit der Badestelle. Da war ich in der letzten Zeit schon öfter. 

Leider gibt es da nicht so schöne Sachen zu sehen. Es schwimmen Schnapsbuddeln im See obwohl überall Mülleimer stehen. 

Und es gibt zwei neue Brandstellen. Beide genau an den schönsten Stellen. In der offiziellen Feuerstelle hat niemand ein Feuer gemacht. Obwohl die auch richtig schön gelegen ist. Was sowas wohl soll? Finde ich echt nicht in Ordnung. 

Carmen kommt vorbei. 

Wir stehen zu zweit am Wasser. Eine halbe Stunde später kommt ein junger Mann vorbei. Er ist nett und weist uns darauf hin, dass der Parkplatz für die Angler sei. Und die können hier jetzt ja nicht mehr parken. 

Wir unterhalten uns nett und bereden Möglichkeiten wo und wie wir stehen können, ohne möglichen Anglern den Platz wegzunehmen. 

Ich bin mir nicht ganz sicher ob mir das auch passiert wäre wenn ich da alleine gestanden hätte. Also so wie ich es sonst gemacht habe. 

Der alternative Platz gefällt uns nicht so gut. Wir können nicht aufs Wasser schauen. 

Nun liegt es an mir Alternativen vorzuschlagen. Natürlich habe ich welche. Aber dann sind wir da auch mit zwei Fahrzeugen. Das macht es nicht einfacher und ich muss mehr Verantwortung übernehmen als nötig ist. 

Und das alles nur für einen Gesprächspartner der neu in der Natur ist. 

Lohnt sich das? 

Der zweite Platz an dem Tag ist schon ganz gut voll. Aber mir scheint es sind Tagesgäste. Also Ruhe bewahren und erstmal einen Spaziergang machen. 

Ich schaue an einer Anlegestelle vorbei. Tobias von neulich, meinte das sein Boot da liegen würde bis er auf seine Jahresreise geht. Ihn oder sein Auto entdecke ich leider nicht. Wahrscheinlich ist er schon los. 

Es ist windig und es wird sicher Regen geben. 

Im Moment ist es also eher schlecht mit einem Feuer. Das Tarp habe ich lange nicht gespannt. Das wird heute wohl wieder fällig. 

Nur nicht aus der Übung kommen. Ich sehe es als eine gute Gelegenheit noch mal zu überprüfen ob ich auch bei nicht so guten Wetter Lösungen habe. 

Es klappt soweit alles ganz gut. Feuer geht auch. Aber leider zieht der ganze Qualm in den HBM. 

Sonst macht mir das ja nicht so viel aus aber jetzt stinkt selbst mir das zu doll. Vor ein paar Stunden habe ich noch die Bettwäsche neu bezogen. Naja so ist das Leben halt draußen. 

Es regnet nur 2 Stunden. Aber irgendwie ist mir trotzdem kalt und ich bin müde. Also früh zu Bett. 

Am nächsten Morgen stehe ich spät auf. Ich habe das Gefühl das ich alleine weiter muss. Vielleicht sogar gleich nach Hause. 

Wir verabschieden uns und ich fahre alleine weiter. 

Als ich zwanzig Kilometer gefahren bin entscheide ich mich doch noch für die Boulderhalle. 

Nach 2 großen Gläsern Kaffee bin ich erst so mittelmäßig wach. Dementsprechend gut klappt es mit dem bouldern.

Ich werde einfach nach Hause fahren und den Ofen anmachen. Ich habe ja auch noch ungelesene Bücher rumliegen. 

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