Wo Wisente und Panzer sich gute Nacht sagen.

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Nun sitze ich hier im Militärgebiet. Spannend.

Wir haben heute Morgen am Platz am See im Wald gemütlich und edel gefrühstückt: edel war nicht nur die Umgebung, sondern auch die Tatsache, dass es frisches Rührei mit Garnelen sowie frisches Dinkelbrot mit Meersalzbutter, Käse und Marmelade. Und Kirschen. Leckerrrrr!

Vorm Frühstück hatte ich noch ein erfrischendes Bad im See.

Nun noch schnell in den Supermarkt und lieber nochmal einkaufen für den Rest der Woche. Und frisches Rindfleisch für heute Abend und Eis für sofort. Auf dem Parkplatz.

Dann aber los!

Auf dem Weg entlang gab es dann kurzzeitig kein Halten mehr. Also: links um marsch und ab ins Gelände. Vorgeschmack für’s Wochenende holen.

Der Abstecher bleibt aber ein Kurzer; den kurzen Rest der Wegstrecke haben wir auf der Straße zurückgelegt.

Im Event-Gelände angekommen, nehmen wir den gleichen Stellplatz, den Hauke und Dennis auch letztes Jahr schon hatten. Er ist ein Stückchen entfernt von der Bühne, auf der morgen Abend die Party sein wird und auch etwas abgelegen von den meisten anderen Stellplätzen der anderen. Dafür aber direkt am Sanitärgebäude der Kaserne. Das probiere ich heute dann auch gleich mal aus: die erste Militär-Dusche meines Lebens. Was für ein Kontrast zur Dusche am See: ein großes Gebäude mit 3 großen Räumen:

  1. Waschbecken an Waschbecken
  2. Toilette an Toilette gegenüber einer laaaaangen Pissoir-Rinne
  3. Dusche an Dusche

Zwischen Toilettengang und Duschhalle eine große Umkleide.

Ich bin dort mutterseelen alleine. Was für ein skurriles Gefühl in einer surrealen  Situation! Es ist zwar alles alt und mehr als einfach gehalten, aber das Wasser ist herrlich warm und sauber ist es auch.

Dennoch lautet mein klares Fazit: Dusche am See aus Wassersack ist besser. Zumindest, solange man vorher keinen Knüppel auf den Kopf bekommt.

Vorm Duschen hatte ich noch eine kurze Einweisung bei Dennis hinsichtlich der bevorstehenden Geländefahrten:

Welcher Gurt hält wieviel Tonnen? Baumgurte, feste Gurte, dehnbare Gurte, Umlenkung, Schäkel und wie sie richtig verwendet werden und außerdem die Winch. OK, das ist viel und spannend. Klarer Fall: bis ich die Praxis alleine beherrsche, wird noch ein bisserl Wasser die Wolga runterfließen.

Außerdem war vorhin noch kurz Tomasz hier, einer der Organisatoren. Hier im Gelände leben 3 Herden wilder Wisente. Wir sollen ein bisschen aufpassen auf die.

Außerdem ziehen morgen noch die 100 amerikanischen Panzer ab, die gerade ihre Übung hier beendet haben. Die könnten wir noch treffen, die wissen aber eigentlich bescheid, dass wir hier sind. Falls doch was ist, sollen wir Tomasz einfach anrufen. Ahaaaa….

Fakt ist: vor mir liegt ein spannendes Wochenende!

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